Komitee tagt in Lausanne - Entscheidung um 18 Uhr

Mailand oder Stockholm? IOC vergibt Olympia 2026

Das IOC tagt in Lausanne

Das IOC tagt in Lausanne: Präsident Thomas Bach mit der italienischen Delegation. Getty Images

Wahl des Winterspiele-Gastgebers 2026

Eines ist sicher. Die XXV. Olympischen Winterspiele werden 2026 wieder in Europa stattfinden. Mailand/Cortina d'Ampezzo und Stockholm/Are sind die verbliebenen Kandidaten, die auf der IOC-Session zur Wahl stehen. Rund 85 IOC-Mitglieder dürfen darüber abstimmen, wer nach zwei Winterspielen in Asien - Pyeongchang/Südkorea 2018 und Peking/China 2022 - Gastgeber in Europa wird. Zum zweiten Mal in Folge haben die IOC-Mitglieder nur die Wahl zwischen zwei Bewerbern: Zuletzt hatte sich Peking für 2022 gegen Almaty/Kasachstan mit 44:40 durchgesetzt.

Olympische Erfahrung

Mailand würde zum ersten Mal Schauplatz von Olympischen Spielen werden, Cortina d'Ampezzo war es 1956 schon einmal für die Winter-Ausgabe. Italien war zudem 2006 mit Turin Austragungsort der Winterspiele, 1960 fanden die Sommerspiele in Rom statt. Für Stockholm wären es die ersten Spiele auf Eis und Schnee. Die schwedische Hauptstadt hatte 1912 die Sommerspiele ausgerichtet. Wegen Quarantänebestimmungen waren die Pferdewettbewerbe der Spiele 1956 in Melbourne nach Stockholm ausgelagert worden.

Stärken und Schwächen von Mailand und Stockholm

Das große Plus von Mailand ist der große Rückhalt der Italiener für das Großereignis. 83 Prozent der Bevölkerung ist für die Winterspiele und anschließenden Paralympics. Dagegen ist der Transport zwischen Mailand und den Bergen um Cortina d'Ampezzo ein Schwachpunkt, auch dass die alpinen Wettbewerbe von Männer und Frauen an getrennten Orten stattfinden. Für Schweden spricht die große Begeisterung für Wintersport und die immense Erfahrung als Veranstalter. Dagegen ist der Rückhalt der Bürger Schwedens für die Bewerbung nicht so groß. Kaum mehr als die Hälfte sind dafür. Beide Kandidaten nutzen fast 80 Prozent der existierenden oder temporären Sportstätten. Ihre Budgets mit jeweils rund 1,3 Milliarden Euro sind um 75 Prozent niedriger als die von Peking 2022.

aho/dpa