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Erst Streik, dann Tränen: Kameruns VAR-Frust

Unglaubliche Szenen im Achtelfinale gegen England

Erst Streik, dann Tränen: Kameruns VAR-Frust

Kamerun

Schiedsrichterin Qin Liang bittet die Kamerunerinnen zum Anstoß. Getty Images

Kamerun und der Videoschiedsrichter werden so schnell wohl keine Freunde. Zwei VAR-Entscheidungen von Bastian Dankert gegen die Afrikanerinnen entfachten so großen Unmut, dass sogar die Fortsetzung der Partie auf der Kippe stand.

Was war passiert? Die chinesische Schiedsrichterin Qin Liang hatte bei Ellen Whites Treffer zunächst auf Abseits entschieden, Dankert korrigierte die Entscheidung allerdings und gab das Tor (45.+4).

Die Kamerunerinnen konnten es nicht fassen, forderten eine Erklärung von Liang und weigerten sich weiterzuspielen. Schließlich gelang es Kapitänin Gabrielle Onguene doch noch, ihre Mitspielerinnen zu beruhigen. Es ging weiter - und kurz darauf in die Kabine.

Die Stimmung kippt weiter

Die Gemüter beruhigten sich allerdings nur kurz. Drei Minuten nach Wiederanpfiff kochten die Emotionen erneut hoch, weil der Videoassistent beim vermeintlichen Anschlusstreffer von Ajara Nchout korrekterweise eine Abseitsstellung gesehen hatte.

Die Schiedsrichterin gab das Tor nicht - der Jubel der Kamerunerinnen schlug schlagartig in Frust um. Nchout musste von Trainer Alain Djeumfa beruhigt werden. Tränen schossen ihr in die Augen. Und wieder stand ein Streik im Raum.

Unmittelbar vor dem Schlusspfiff meinte es Liang gut mit Kamerun: Alexandra Takounda kam nach einem rüden Foul an Steph Houghton mit einer Gelben Karten davon. Auch diese Szene schaute sich die Schiedsrichterin wegen eines möglichen Platzverweises in der Review Area nochmals an.

cfl

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