Neuerungen beim Videobeweis und der Coach's Challenge

Diese NHL-Regeln ändern sich zur Saison 2019/20

Wes McCauly

Die beschlossenen Regeländerungen sollen Schiedsrichter wie Wes McCauly die Arbeit erleichtern. Getty Images

Mit der Coach's Challenge hatten die NHL-Trainer schon zuvor die Möglichkeit, strittige Szenen, die zu Toren führten, per Videobeweis überprüfen zu lassen. Bislang galt dies allerdings nur in Abseits-Situationen oder bei einer Torhüter-Behinderung. Hier kommen ab der neuen Saison drei weitere Kategorien hinzu: Wenn der Puck das Fangnetz über dem Plexiglas berührt; wenn die Scheibe mit einem hohen Stock weitergespielt oder geschossen wurde und bei einem Hand-Pass. Der Zeitpunkt zwischen der strittigen Situation und dem Tor spielt keine Rolle, solange diese in der Offensivzone passiert ist. Neu ist auch, dass jede per Coach's Challenge überprüfte Szene, in der die Trainer nicht Recht bekommen, mit einer Zweiminutenstrafe wegen Spielverzögerung geahndet wird.

"Die erweiterte Nutzung des Videobeweises ist etwas, das wir uns lange überlegt und diskutiert haben. Ich denke, es ist der nächste logische Schritt", sagte Bettman. "Wir wollen nicht zu viele Änderungen und auch nicht den Spielfluss bremsen. Wir wollen ein Eingreifen nur, wenn ein glasklarer und schwerwiegender Fehler begangen wurde."

Änderungen bei Strafen

Nach wie vor wird den Trainern nicht gestattet, Strafen anzufechten. Doch auch in diesem Bereich gibt es eine Neuerung: Bei großen Strafen (2+2 oder 5 Minuten) können sich die Schiedsrichter nun selbst überprüfen und die entsprechende Szene auf einem Bildschirm oder Tablet noch einmal anschauen. Sie können ihre Entscheidung dann bestätigen oder abmildern. Dann würde eine große zu einer kleinen Strafe (2 Minuten) umgewandelt werden. Eine komplette Aufhebung der Strafe ist nicht möglich. Eine Ausnahme stellen hier 2+2-Minutenstrafen wegen eines hohen Stocks dar, die etwa bei "Friendly Fire" zurückgenommen werden können.

Darum kommt es zu Regeländerungen

Grund für die Regeländerungen waren einige unglückliche Szenen in den Play-offs 2019, in denen fragwürdige Entscheidungen Spiele entschieden hatten. So etwa die Matchstrafe gegen Cody Eakin von den Vegas Golden Knights in Spiel 7 bei den San Jose Sharks. Oder die Handpass-Vorlage von Sharks-Stürmer Timo Meier, die zum Overtime-Tor in Spiel 3 bei den St. Louis Blues führte. Daraufhin hatte die NHL Anpassungen angekündigt und nun in die Tat umgesetzt.

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