Zwei Maßnahmen zur Mitgliederaussprache geplant

Wert des FCK: Gespräche mit Becca stehen an

Flavio Becca

Um den Vereinswert des 1. FC Kaiserslautern festzulegen, stehen weitere Gespräche mit Flavio Becca an.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem Luxemburger Unternehmer Becca, dem designierten Ankerinvestor des FCK? Dieses Thema bewegt derzeit die Menschen rund um den Fritz-Walter-Klub. Stand jetzt gibt es laut Finanz-Geschäftsführer Michael Klatt einen Darlehensvertrag mit Becca über 2,6 Millionen Euro, inklusive einer Investorenabrede. Investitionsvolumen: 25 Millionen Euro. Doch wann fließt dieses per Absichtserklärung in Aussicht gestellte Geld? Das sei laut Klatt eine Frage des Bedarfs. Aktuell verfüge der FCK über genügend Liquidität für die angedachte Kaderplanung. Wie viel Geld etwa im kommenden Sommer benötigt werde, hänge vor allem davon ab, ob die Lauterer ihr Ziel Aufstieg erreichen werden.

Um sich wieder in der 2. Liga zu etablieren, wären etwa höhere Investitionen geplant als bei einem erneuten Anlauf in der Drittklassigkeit. Zunächst gilt es für Klatt und Becca jedoch diese Grundsatzfrage zu klären: Wie viel ist der FCK denn nun wert? Der ursprünglich auf 120 Millionen Euro festgelegte Vereinswert gilt als unrealistisch. Nach dem neuen Wert richtet sich die Höhe der Klub-Anteile, die Becca im ersten Schritt für seinen 2,6-Millionen-Kredit bekommt, der in Eigenkapital umgewandelt werden soll. Dazu stehen in den nächsten Tagen Treffen von FCK-Entscheidern mit Becca an, sowohl in dessen Heimat Luxemburg als auch auf dem Betzenberg.

Im August soll es ein Mitgliederforum geben

Zur Aussprache über die bei den Fans polarisierende Investorenentscheidung entschied sich der FCK-Vereinsrat am Montagabend gegen die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die zusätzlich etwa 80.000 Euro gekostet hätte. Stattdessen soll es im August erstmals ein Mitgliederforum geben, in dem die Entscheider Rede und Antwort stehen, und die reguläre JHV in den September vorverlegt werden. Ob das mit der Satzung vereinbar ist, die eigentlich einen Durchführungszeitraum von Mitte Oktober bis Mitte Dezember vorsieht, muss noch geklärt werden.

Weiterhin rechtlich geprüft wird ebenfalls der am Montag eingegangene Vereinsausschlussantrag gegen die Beirats- und Aufsichtsratsmitglieder Patrick Banf (Beiratsvorsitzender), Jochen Grotepaß und Paul Wüst.

Carsten Schröter-Lorenz/MK