Alter Trainer, alte Spielidee

Flüthmann: Der neue alte Coach beim BTSV

Stand den Journalisten bei seiner Vorstellung Rede und Antwort: Christian Flüthmann.

Stand den Journalisten bei seiner Vorstellung Rede und Antwort: Christian Flüthmann. imago images

Als Co-Trainer steht man im Fußball zumeist nicht so sehr im Vordergrund. Ist das Team erfolgreich, wird es dem Chefcoach gedankt, bleiben die gewünschten Ergebnisse aus, muss jener den Kopf hinhalten. Eintracht Braunschweig hatte in der vergangenen Spielzeit beide Fälle, Christian Flüthmann stand dabei aber nur intern unter Druck. Nach dem Abgang von Andre Schubert wurde der 37-Jährige befördert - und trägt nun auch in der Öffentlichkeit die Verantwortung.

"Ich bin voller Stolz, dass ich die Chance bei so einem Verein bekommen habe", freute sich Flüthmann und fügte an: "Dass ich das machen darf, ist einfach überragend." Als nun ehemaliger Assistent von Andre Schubert kennt er die Abläufe im Verein bereits und war auch maßgeblich an der Entwicklung der Spielidee der vergangenen Spielzeit beteiligt, wie Tobias Rau, Aufsichtsratsmitglied der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA, bestätigte: "Unsere Taktik war das, was uns am Ende ausgezeichnet hat. Christian hat diese nicht nur verinnerlicht, sondern auch miterschaffen, er kann sie somit perfekt weiterführen und weiterentwickeln."

Keine taktischen Änderungen

Angst vor der neuen Herausforderung hat Flüthmann keine, "Respekt" sei das richtige Wort. Auch seine fehlende Erfahrung als Cheftrainer macht ihm nicht zu schaffen. Er verstehe natürlich die Bedenken, "aber ich habe einen Riesenvorteil, weil ich bereits weiß, was die Mannschaft kann". Dabei will er der Spielphilosophie des vergangenen Jahres treu bleiben: "Ich werde einen Teufel tun, das komplett zu verändern. Ich habe die gleiche Spielidee, das ist ja das Gute." Die Eintracht wird also auch in Zukunft auf eine stabile Defensive und ein gutes Umschaltspiel setzen.

Am Mittwoch kommt es zum ersten Testspiel für die Eintracht. Flüthmann steht dann erstmals als Chef an der Seitenlinie und muss nach dem Abpfiff - anders als im vergangenen Jahr - den Sieg oder die Niederlage erklären.

"Das Fundament für die neue Saison ist gelegt"

Neben der Trainer-Position besetzte Braunschweig gleichzeitig auch die zuvor neun Monate vakante Stelle des Sportdirektors. Dabei brauchte es nach der ersten Kontaktaufnahme nicht lange bis zur Einigung, wie Vollmann sagte: "Es war eine 48-Stunden-Aktion." In den Planungen für die neue Saison sei zwar noch nicht alles getan, "das Fundament ist aber gelegt", erklärte er und fügte ein Lob an die Verantwortlichen an: "Die Neuzugänge hätte ich auch so gewählt." Rau gab daraufhin ebenfalls anerkennende Worte zurück: "Kaum jemand kennt die 3. Liga so gut wie Peter Vollmann. Seine unaufgeregte Art bringt zudem ein großes Problemlöse-Potential mit."

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