Gastmannschaft Katar punktet zum Auftakt

Cavani quer in der Luft - Gelächter im Maracana

Zwei Traumtore, zwei Gefühlswelten: Edinson Cavani (li.) und Derlis Gonzalez zum Auftakt der Copa America.

Zwei Traumtore, zwei Gefühlswelten: Edinson Cavani (li.) und Derlis Gonzalez zum Auftakt der Copa America. Getty Images (2)

Eigentlich sah alles nach einem Auftakt nach Maß für Paraguay aus: Sturm-Routinier Cardozo, inzwischen 36 Jahre alt, verwandelte einen berechtigten Handelfmeter zur frühen 1:0-Führung (4.). Die Gäste aus Katar dachten aber gar nicht daran, sich ihrem Schicksal zu ergeben: Kapitän Al Haidos ließ aus kürzester Entfernung den Ausgleich liegen, indem er ohne Not nur den Pfosten traf (16.). Die Gastmannschaft hatte mehr Ballbesitz, fing sich nach dem Seitenwechsel jedoch abermals ein schnelles Tor ein: Gonzalez zog unbedrängt aus der zweiten Reihe ab und traf genau ins rechte Toreck (56.).

Katar: Spiel- und schussstark

Paraguay auf dem Weg zum Auftaktsieg - doch Katar gab sich nicht auf. Ali setzte auf den Gonzalez-Treffer noch einen drauf und besorgte vom linken Strafraumeck mit einem traumhaften Schlenzer den Anschlusstreffer (68.). Und damit nicht genug: Wenig später, im Anschluss an eine feine Passstafette, erzwang der Underdog den Ausgleich: Rojas konnte die Kugel nicht mehr vor der Torlinie klären und wurde am Ende sogar als Eigentorschütze geführt (77.).

Auch Gastmannschaft Katar, die sich mit einem verdienten Punkt belohnte, hatte im Maracana etwas zu lachen.

Auch Gastmannschaft Katar, die sich mit einem verdienten Punkt belohnte, hatte im Maracana etwas zu lachen. Getty Images

Die vielleicht unterhaltsamste Szene eines nur spärlich besuchten Spiels im berühmten Maracana-Stadion ereignete sich aber, als die vermeintliche Zuschauerzahl von 19.000 verkündet wurde - die weitaus geringere Anzahl an Anwesenden musste ob dieser offensichtlich inkorrekten Angabe herzhaft lachen.

Aus Gelb mach Rot: VAR-Eingriff zu hart

Ebenso eilig wie Paraguay hatte es in der Nacht auf Montag (MESZ) auch Copa-Rekordsieger Uruguay (15 Titel): Nach einer sehr schönen Ballan- und -mitnahme schoss Lodeiro seine Farben nach sechs Minuten in Front - wenig später war das Schicksal Ecuadors bereits besiegelt: Quintero setzte seinen Ellbogen im Luftduell mit Lodeiro ein und sah dafür die Gelbe Karte. So weit, so gut. Doch dann machte sich der Video-Assistent bemerkbar und aus Gelb wurde plötzlich Rot - eine zu harte Entscheidung (24.).

Akrobatisch: Uruguay-Stürmer Cavani besorgte schon in Durchgang eins die Vorentscheidung.

Akrobatisch: Uruguay-Stürmer Cavani besorgte schon in Durchgang eins die Vorentscheidung. imago images

Also Bühne frei für Uruguay, besonders für Edinson Cavani: Der PSG-Angreifer scheiterte in den Minuten 27 und 32 noch an Ecuadors starkem Rückhalt Dominguez, eine Zeigerumdrehung später produzierte er das bisherige Highlight der Copa: Über die zweite Welle einer Ecke legte sich Cavani nach Kopfballablage von Godin quer in die Luft und traf sehenswert zum 2:0 (33.). Noch vor der Pause staubte Sturmkollege Suarez zum 3:0 ab (44.), dezimierten und überforderten Ecuadorianern unterlief in Person Minas beim Klärungsversuch zudem ein kurioses Eigentor (78.). 4:0 für den Rekordsieger - ein Einstand nach Maß.

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