Einen Tag nach Jovic wird auch Belgiens Kapitän vorgestellt

Hazard heizt 50.000 Real-Fans ein - Auch Thorgan posiert fürs Foto

Extra nach Madrid angereist: Dortmunds Thorgan Hazard (2.v.l.) ließ sich die Real-Vorstellung seines großen Bruders Eden (3.v.r.) nicht entgehen.

Extra nach Madrid angereist: Dortmunds Thorgan Hazard (2.v.l.) ließ sich die Real-Vorstellung seines großen Bruders Eden (3.v.r.) nicht entgehen. imago images

Um 19.27 Uhr begrüßte ein strahlender Florentino Perez seinen neuen Superstar. Nach der Vertragsunterschrift sprach der Real-Präsident zum Publikum: "Wir bekommen einen wunderbaren, besonderen Spieler, der immer Überraschungsmomente erzeugen kann. Das ist auch ein Transfer, den ich schon lange Zeit machen wollte." Hazard, vom FC Chelsea sehr ungerne abgegeben, ging das sicher runter wie Öl. Er betrat anschließend das Podium und begrüßte seine Zuhörer kurz auf Spanisch, um dann ins Französische zu wechseln.

Um 19.53 Uhr posierte Hazard mit Perez und seinem Anhang zum obligatorischen Familienfoto. Und da staunten neben den verdutzten spanischen Journalisten wohl auch die BVB-Fans nicht schlecht: Unter anderem war Thorgan Hazard, der ab der Saison 2019/20 für Dortmund auflaufen wird, extra angereist, um seinen zwei Jahre älteren Bruder zu unterstützen. Eden Hazard sollte später gestehen, dass es für ihn und "meine gesamte Familie etwas Besonders ist".

Wartende Fans singen: "Wir wollen Mbappé"

Während im Stadioninnenraum die Vorstellungs-Zeremonie ihren Lauf nahm, füllten sich so langsam die Ränge im üppig besetzten Bernabeu. Und die Fans machten deutlich, mit wem sie die Saison am liebsten auch noch angehen würden: "Wir wollen Mbappé, wir wollen Mbappé", sang ein Teil der Anhänger. Jubel brandete auf, als dann wenig später der Star des Abends den satten grünen Rasen betrat.

Er wusste die tobende Menge im Bernabeu bei Laune zu halten: Eden Hazard.

Er wusste die tobende Menge im Bernabeu bei Laune zu halten: Eden Hazard. imago images

Hazard verstand es etwas mehr als der am Vortag doch sehr schüchterne Ex-Frankfurter Jovic, mit dem Publikum zu spielen. Der Belgier erfüllte verschiedene Fan-Wünsche - und schnappte sich zum Abschluss sogar das Mikrofon: "Vielen Dank für alles - Hala Madrid", rief Hazard auf Spanisch.

Nur zur Vorstellung von CR7 kamen mehr Zuschauer

Natürlich brachte das die Menge zum Kochen. Zu Hazards Vorstellung waren übrigens 50.000 Zuschauer gekommen - nur zur Präsentation von Cristiano Ronaldo waren 2009 noch mehr Fans ins Bernabeu gepilgert (70.000). Hazard steht damit auf einer Stufe mit Kaka (bei seiner Präsentation kamen ebenfalls 50.000) und eine über Bayern-Leihgabe James (45.000).

Ich habe Modric aus Spaß gefragt, ob ich die Nummer zehn haben könne.

Eden Hazard

Zum Abschluss ging es für Hazard in den voll besetzten Presseraum, wo er sich den Fragen der wartenden Journalisten stellte. "Jeder weiß, dass Zinedine Zidane mein großes Vorbild war, als ich klein war", so der 102-malige belgische Nationalspieler (30 Tore): "Es war ein wichtiger Faktor, dass er jetzt Trainer von Real Madrid ist, aber eben nicht nur das. Ich wollte schon davor hier spielen."

In der Folge bezog er noch zu den verschiedensten Themen Stellung - auch zur geheimnisvollen Frage nach seiner Rückennummer, die am Donnerstag nicht geklärt wurde. "Ich habe Modric aus Spaß gefragt, ob ich die Nummer zehn haben könne. Er hat abgelehnt, also muss ich eine andere Nummer tragen. Das spielt für mich aber keine große Rolle, Hauptsache es ist das Real-Trikot." Spekuliert wird über ein Jersey mit der Nummer 7, sodass der erhoffte Nachfolger von Cristiano Ronaldo stilecht seine Ära beginnen könnte.

msc

kicker.tv Hintergrund

"Noch bin ich kein Galaktischer" - Eden Hazard in Madrid vorgestellt

alle Videos in der Übersicht