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Bestätigt: Serbien zieht die Reißleine bei Krstajic

Niederlage in der Ukraine brachte das Fass zum Überlaufen

Bestätigt: Serbien zieht die Reißleine bei Krstajic

Steht nun ohne Arbeitgeber dar: Mladen Krstajic.

Steht nun ohne Arbeitgeber dar: Mladen Krstajic. imago images

Im November 2017 übernahm Krstajic die Serben, ein Jahr später war er in der Nations League noch erfolgreich. In der Gruppe vier der Liga C setzte sich seine Mannschaft als Spitzenreiter gegen Montenegro, Rumänien und Litauen durch und schaffte damit den Aufstieg. Die Partien stellten aber eher leichtere Aufgaben dar. In der Qualifikation für die Europameisterschaft 2020 muss Serbien unter anderem mit Portugal und der Ukraine fertig werden.

Gegen die Osteuropäer gab es vor etwa einer Woche eine 0:5-Packung. Viel zu wenig, wenn man bedenkt, dass nur der Erst- und Zweitplatzierte sicher für die EM qualifiziert ist. Dementsprechend reagierte nun der serbische Verband und setzte den 45-Jährigen vor die Tür. Der 4:1-Erfolg am Montag über Litauen rettete Krstajic nicht mehr. Die serbische Zeitung "Blic" und der Nachrichtensender N1 berichteten bereits nachmittags über das Aus, am Abend gab es die offizielle Bestätigung. Ein neuer Coach soll bis zum 10. Juni bekanntgegeben werden.

In Deutschland ist Krstajic kein Unbekannter. Der Serbe absolvierte 243 Bundesliga-Partien für Schalke 04 und Werder Bremen und erzielte 18 Tore. Mit dem SVW feierte er in der Double-Saison 2003/04 den Gewinn der deutschen Meisterschaft und des DFB-Pokals. Im Jahr 2012 beendete der Defensivspezialist seine Karriere bei Partizan Belgrad.

kon/dpa