Morgan trifft beim 13:0 gleich fünfmal - und stellt Rekord ein

Furiose US-Ladies stürmen ins Geschichtsbuch

Die US-Ladies lieferten einen überragenden Auftritt ab.

Die US-Ladies lieferten einen überragenden Auftritt ab. Getty Images

Die Rollen vor dem Spiel waren klar verteilt, so viel war sicher. Doch dass es ein solches Ergebnis geben würde, war nicht unbedingt zu erwarten. Zur Pause führte der Weltmeister erst mit 3:0, spielte teilweise zu lässig und nicht konsequent genug. Das änderte sich nach dem Seitenwechsel, binnen sechs Minuten trafen Alex Morgan & Co. gleich viermal. Am Ende stand ein 13:0 auf der Anzeigetafel - einen so hohen Sieg hatte es bei einer Frauen-Weltmeisterschaft noch nie gegeben.

Es gibt viele Zahlen der US-Ladies, die an diesem Tag beeindruckten. Beispielsweise die 40 zu 2 Torschüsse. Oder aber die fünf Tore von Morgan, die zudem drei weitere Treffer vorlegte. Damit stellte die Offensivspielerin den Rekord für die meisten Tore in einem WM-Endrundenspiel ein (zuvor gelang das der US-Amerikanerin Michelle Akers 1991, die fünfmal gegen Taiwan traf, Endstand 7:0). Klar wurde die Stürmerin aus Orlando zur Spielerin des Spiels gekürt.

Neben dem Ergebnis sorgte der amtierende Weltmeister, der in Frankreich seinen Titel verteidigen will, für eine weitere Bestmarke: Die USA kamen am Ende auf sieben unterschiedliche Torschützinnen, so etwas hatte es zuvor auch noch nie gegeben.

Morgan in der Form ihres Lebens

Zusammenfasend lässt sich sagen: Die USA haben ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz gesendet. Der Titel geht nur über den Rekord-Champion (drei WM-Titel). Und das liegt auch daran, dass er die vielleicht beste Angreiferin des Turniers in seinen Reihen hat. "Ich bin in der besten Form, in der ich je war. Die Tage zuvor habe ich mir auch gedacht, dass sich die Mannschaft sehr gut fühlt. Das Trainingslager in Tottenham hat uns sehr geholfen, noch mehr zusammenzuwachsen. Mir persönlich auch, ich fühle mich großartig", berichtete Morgan. Das hat die 29-Jährige am Dienstag eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Ellis denkt auch an die Tordifferenz

Gegen chancenlose Thailänderinnen ließen die US-Ladies zu keiner Zeit nach. "Jedes Team, das hier ist, hat einen guten Job gemacht um hierher zu kommen. Respektvoll gegenüber dem Gegner zu sein, bedeutet, hart gegen ihn zu spielen. Es ist ein Turnier, in dem es auch auf die Tordifferenz ankommen kann", sagte Trainerin Jill Ellis. "Ich respektiere Thailand, ich habe nach dem Spiel mit einigen von ihnen gesprochen - und sie sollen ihre Köpfe oben behalten."

mst

25

24 Namen, die in Frankreich Schlagzeilen schreiben könnten