Golden State muss ohne den Finals-MVP weitermachen

Durant fällt monatelang aus - und hinterlässt viele Fragen

Kevin Durant

Verletzte sich in Toronto erneut: Kevin Durant. Getty Images

Die Befürchtungen hatten sich bereits in den Minuten nach Spiel fünf verbreitet, jetzt sind sie bestätigt worden: Kevin Durant hat sich bei seinem Comeback in Toronto tatsächlich die Achillessehne gerissen und fällt nun monatelang aus. Die Warriors müssen also ohne den zweimaligen Finals-MVP versuchen, den 2:3-Rückstand zu drehen. Durant wurde bereits am Mittwoch operiert.

Während Stephen Curry und Klay Thompson am Montagabend (Ortszeit) gezeigt haben, dass sie durchaus noch imstande sind, das Team auf ihren Schultern zu tragen, ergeben sich brisante Zukunftsfragen für Franchise und Spieler.

Was bedeutet die Verletzung für Durants Zukunft? Der 30-Jährige wird im Sommer Free Agent, kann sich also dem Team seiner Wahl anschließen. Zuletzt galten die gebeutelten New York Knicks, seit Jahren mehr oder weniger in der Versenkung verschwunden, als Top-Kandidat. Besonders, so wird es in den USA berichtet, da Durant offenbar beweisen will, dass er ein Team auch ohne die Hilfe vom womöglich besten Backcourt der NBA-Geschichte (Curry und Thompson) zum Erfolg führen kann.

Im Big Apple wäre er zweifelsfrei der alleinige Superstar, selbst wenn, wie spekuliert, auch Kyrie Irving dazukommen sollte. Der Point Guard wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in Boston bleiben, war zuletzt aber verstärkt mit den Brooklyn Nets in Verbindung gebracht worden.

Selbst der Achillessehnenriss wird Durant vermutlich nicht von einem hochdotierten Vertrag abbringen - nur: wo? Was, wenn Golden State die Finals nicht mehr drehen kann? Bleibt Durant dann doch, um das "Malheur" zu korrigieren? Was, wenn die Warriors die Finals ohne ihn drehen? Bleibt Durant dann, um selbst nochmal Finals-MVP zu werden? Das würde, bei all seiner Klasse, in New York wohl nicht sofort klappen.

Golden State, so heißt es, soll eine Verlängerung von Shooting Guard Thompson priorisieren, um die Splash Brothers und damit die selbst gedraftete Kultur zusammenzuhalten. Beim Meister würde jedoch wohl auch keiner sein Veto einlegen, sollte Durant bleiben wollen.

mkr