Jenni & Co. gelten als WM-Geheimfavorit

Anders als China: Spanien pflegt das Kurzpassspiel

Jubel um Jenni

Erster Sieg bei einer WM: Spaniens Jubel um Torschützin Jenni (Nr. 10). imago images

Wie Deutschland hatte auch Spanien beim Auftakt Mühe. Die Auswahl um Führungsspielerin Jenni von Atletico Madrid gewann nach Rückstand und dank zweier Elfmeter - einer davon sehr umstritten - noch mit 3:1 gegen Außenseiter Südafrika. Es war der erste WM-Sieg in der Geschichte des spanischen Frauenfußballs. Das DFB-Team hatte gegen aggressive Chinesinnen beim 1:0 ebenfalls mächtig zu kämpfen.

Im zweiten Vorrundenspiel geht es nun also um die Vorentscheidung in der Gruppe und damit um ein womöglich leichteres Programm in der K.-o.-Phase.

Technisch stark und kurze Pässe

Bei vielen Experten gilt Spanien als Geheimfavorit bei diesem Turnier. Zahlreiche Spielerinnen stehen beim Champions-League-Finalisten FC Barcelona unter Vertrag (10), fünf spielen bei Atletico. Lediglich Celia Jimenez (Reign FC in den USA), Virginia Torrecilla (HSC Montepellier) und Irene Paredes (PSG) verdienen ihr Geld im Ausland.

Die Mannschaft von Trainer Jorge Vilda pflegt das Kurzpassspiel und ist technisch versiert. Der Auftakt gegen Südafrika zeigte aber auch, dass gerne einmal die Zielstrebigkeit fehlt und es auch bei der Chancenverwertung ab und an hapert. Schon beim letzten WM-Test der DFB-Auswahl unter Interimstrainer Horst Hrubesch im November in Erfurt vergaben die Spanierinnen beste Möglichkeiten (0:0).

2015 Aus in der Vorrunde - Perfekte Quali

Der Weltranglisten-13. ist nach 2015 zum zweiten Mal bei einer WM dabei. Seinerzeit scheiterte die Auswahl schon in der Vorrunde. Vor der WM in Frankreich gewann Spanien alle acht Quali-Spiele und ließ nur zwei Gegentore zu. Bei der EM 2017 in den Niederlanden scheiterte das Team von der Iberischen Halbinsel im Viertelfinale an Österreich. Der größte Erfolg blieb damit weiterhin das Erreichen des EM-Halbfinals 1997. In Frankreich wollen Jenni und Co. das gerne ändern.

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aho