Schweden fast durchgehend ohne Chance

Voll auf Kurs: Zwei Elfmeter erlösen Spanien

Jubel bei den Spaniern

Jubel nach Chancenfeuerwerk: Spanien hat sich auch im Heimspiel gegen Schweden durchgesetzt. imago images

Spaniens Co-Trainer Robert Moreno, der den aus privaten Gründen fehlenden Luis Enrique vertrat, nahm nach dem 4:1-Sieg gegen die Färöer acht Startelf-Veränderungen vor: Anstelle von Jesus Navas, Mario Hermoso, Gaya, Sergi Roberto, Rodrigo, Santi Cazorla, Iago Aspas und Morata spielten Carvajal, Inigo Martinez, Jordi Alba, Parejo, Busquets, Fabian, Asensio und Rodrigo Moreno.

Schwedens Coach Janne Andersson tauschte im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen Malta hingegen nur einmal Personal aus: Larsson ersetzte Olsson.

Spanien übernimmt die Kontrolle - Rodrigos Treffer zählt nicht

Nachdem Quaison die erste Chance des Spiels hatte, mit seinem Schuss im Strafraum aber am blockenden Carvajal gescheitert war (6.), legte Spanien mit Schwung los. Die Iberer drängten die ohnehin auf Konter lauernden Schweden tief in deren Hälfte und hatten im ersten Durchgang bis zu 80 Prozent Ballbesitz.

Es dauerte allerdings bis zur 15. Minute, ehe die Gastgeber zu ihrer ersten klaren Torchance kamen: Fabian Ruiz zog von der Strafraumkante ab, Schwedens Keeper Olsen setzte zur Flugparade an und wehrte den Schlenzer ab. Der Schlussmann sollte im Fokus bleiben, denn die nachfolgende Ecke landete über Umwege bei Parejo, der ihn mit einem Distanzhammer zur nächsten Glanzparade zwang (16.). Ramos und Isco prüften den bei der AS Roma unter Vertrag stehenden Torhüter nur Augenblicke später (17.), dann lag der Ball schließlich im Netz: Parejo hatte einen hohen Pass in den Strafraum mit einem Kontakt für Rodrigo quergelegt, der nur einschieben musste. Allerdings pfiff das Schiedsrichtergespann um William Collum (Schottland) den Treffer wegen Abseits zurück - eine klare Fehlentscheidung (17.).

Danach bot sich den Skandinaviern die Chance, kurz durchzuatmen auch weil eine Verletzung von Claesson für eine längere Unterbrechung sorgte. Spanien blieb aber tonangebend und zog vor der Pause nochmal das Tempo an: Fabian Ruiz (37.), Rodrigo (45.) und Ramos (45.+1) brachten den Ball aber nicht im Netz unter.

Ramos erlöst die Gastgeber - Auch Morata trifft vom Punkt

Nach der Pause knüpfte der Weltmeister von 2010 an die erste Hälfte an: Isco (52., 55.) ließ gleich zwei gute Möglichkeiten aus, dann war es schließlich Ramos, der die hochverdiente Führung erzielte. Dem Treffer vorausgegangen war ein Handspiel von Larsson im Strafraum. Reals Verteidiger verwandelte sicher vom Punkt - 1:0 (64.). Schweden, das im zweiten Durchgang durch Augustinsson (46.) und Quaison (61.) immerhin zu zwei Chancen gekommen war, musste nun das Risiko erhöhen und erkämpfte sich tatsächlich etwas größere Spielanteile.

Allerdings münzte der WM-Viertelfinalist von 2018 diese nicht in Chancen um - stattdessen führte Spanien in der Schlussphase die Entscheidung durch zwei Joker herbei: Helander brachte zunächst Morata zu Fall, der den zweiten Strafstoß sicher zum 2:0 verwandelte (85.). Keine zwei Minuten später legte Oyarzabal nach. Der 22-jährige Flügelspieler von Real Sociedad ließ Augustinsson stehen und schlenzte den Ball zum 3:0-Endstand in die Maschen (87.).