Deutschland vor Schlüsselspiel gegen Spanien

"...dann können sie machen, was sie wollen"

Kathrin Hendrich

Stellte sich am Montag den Fragen der Journalisten: Kathrin Hendrich. Getty Images

Das Auftaktspiel ist aufgearbeitet - die Erkenntnisse fasste Verteidigerin Kathrin Hendrich am Montag so zusammen: weniger "einfache Ballverluste", mehr "Geduld im Spielaufbau", bessere "Torchancen erspielen und nutzen". Es gebe noch viel Potenzial, "wir werden es sicherlich besser machen", versprach die 27-Jährige vom FC Bayern mit Blick auf das Spanien-Spiel am Mittwoch (18 Uhr, LIVE! bei kicker.de).

Hendrich kennt die spanische Spielweise aus den Champions-League-Duellen mit dem FC Barcelona. Die Barça-Spielerinnen stellen das Gerüst der Nationalmannschaft, die in den vergangenen Jahren international enorm aufgeholt und den Abstand zu den Topnationen verringert hat. Zum WM-Auftakt mussten die Spanierinnen allerdings zittern, nach Rückstand und mit Glück kamen sie letztendlich zu einem 3:1 gegen Südafrika.

Spanien spiele bei Männern wie Frauen seinen bekannten Stil, strich Co-Trainer Patrik Grolimund heraus. Heißt: mit viel Ballbesitz, Kontrolle und schnellen Aktionen in die Spitze. "Es ist bei ihnen eine Art DNA." Auf die ausgemachten Schwächen wollte er nicht im Detail eingehen. Nur so viel: "Es werden sich auch Räume ergeben, die wir dann bespielen müssen."

Hendrich betonte: "Ich bin kein Fan davon, zu sehr auf den Gegner einzugehen." Das DFB-Team wolle "Spanien unser Spiel aufdrücken und selbst viel den Ball haben. Dann können sie machen, was sie wollen", skizzierte die 30-malige Nationalspielerin den Matchplan. Die nächsten drei Punkte wären ein riesengroßer Schritt in Richtung Gruppensieg, mit dem Deutschland im Achtelfinale dem Sieger der Staffel F - der Gruppe mit Titelverteidiger, Topfavorit und Angstgegner USA - aus dem Weg gehen würde.

dpa/sid/cfl