French Open: Thiem bleibt wieder nur Platz zwei

Nummer 12! Nadals historischer Triumph in Paris

Rafael Nadal

König von Paris: Rafael Nadal gewann die French Open 2019 und damit zum zwölften Mal. Getty Images

Schon der erste Satz ließ klar erkennen, dass das Endspiel für den Sandplatzkönig aus Mallorca kein Selbstläufer wird. Thiem, Nummer vier der Weltrangliste, führte 3:2, ehe Nadals Spiel Fahrt aufnahm. Insgesamt dauerte der Satz fast 54 Minuten, die einzelnen Spiele war immer wieder hart erkämpft. Am Ende schnappte sich Nadal den Durchgang und ballte die Faust.

Mit der Führung im Rücken wurde Nadal selbstsicherer, doch Thiem agierte weiter voll auf Augenhöhe. Bis zum 6:5 für den Österreicher brachten beide Finalisten ihre Aufschläge jeweils durch - dann schaffte der Österreicher das entscheidende Break und glich nach Sätzen durch das 7:5 aus.

Satzausgleich nervt Nadal sichtlich

Nadal war gereizt und genervt, das bekam Thiem im vierten Durchgang knallhart zu spüren. Gleich der erste Aufschlag des Herausforderers ging flöten, Nadal lag schnell mit 4:0 vorne, ehe Thiem erstmals seinen Aufschlag durchbrachte. Allzuviel Kraft wollte er aber nicht mehr in eine Aufholjagd stecken und schenkte den Durchgang quasi mit 1:6 ab. Ein gefährliches Spiel, denn mit der 2:1-Satzführung im Rücken bestand die Gefahr, dass Nadal seine geballte Erfahrung und sein Selbstvertrauen in die Waagschale werfen würde.

French-Open-Finale in Paris

12. Titel! Sandplatz-König Nadal dominiert Thiem

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Und genau so sollte es auch kommen. Das erste Aufschlagsspiel von Nadal war hart umkämpft, Thiem vergab einen Breakball gegen den Linkshänder und verlor daraufhin nicht nur dieses erste Satzspie, sondern gleich seinen ersten Service hinterher. Mit 2:0 lag der Spanier scheinbar klar auf Kurs, aber Thiem ließ nicht locker und schaffte fast das Re-Break - aber eben nur fast. Nadal sicherte sich die 3:0-Führung und ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen. Mit 6:1 beendete er das Match und sank dann jubelnd in die rote Asche von Roland Garros.

Während Nadal mit der historischen Marke von zwölf Triumphen bei einem Turnier - und das auch noch bei einem Grand Slam - scheinbar Übermenschliches geleistet hat, bleibt für den wackeren Thiem wie schon 2018 nur der zweite Platz. Im vergangenen Jahr verlor er auch gegen Nadal, damals war er in 2:42 Stunden mit 4:6, 3:6 und 2:6 unterlegen. Diesmal hielt Thiem mindestens zwei Sätze sehr gut mit, ehe er nach etwas mehr als drei Stunden abermals den Kürzeren zog.

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Zwölfter Streich! Nadal bleibt der König von Paris