NBA-Finals

Leonard und Raptors vor Titelgewinn gegen Golden State

Kawhi Leonard erzielte 36 Punkte

Kaum zu bremsen: Kawhi Leonard erzielte 36 Punkte. picture alliance

Die Toronto Raptors sind in der NBA nur noch einen Schritt vom historischen Coup entfernt. Dem Team um den Superstar Kawhi Leonard fehlte in der Finalserie der Play-offs gegen Meister Golden State Warriors nur noch ein Sieg, um erstmals den Titel nach Kanada zu holen. Im vierten von maximal sieben Spielen gelang den Raptors am Freitag (Ortszeit) in Kalifornien auch dank Leonards 36 Punkten ein 105:92 gegen den Titelverteidiger. Sie führen damit mit 3:1. Schon in der Nacht zum Montag kann Toronto in eigener Halle die Meisterschaft perfekt machen.

"Wir wissen, dass sie der Titelverteidiger sind und dass sie nicht leicht zu schlagen sind", sagte Raptors-Profi Kyle Lowry, der zehn Punkte zum Erfolg in Oakland beisteuerte. "Sie werden kommen, kämpfen und sich darauf vorbereiten, das nächste Spiel zu spielen. Wir haben noch nichts erreicht." Golden States Superstar Stephen Curry versuchte, seinem Team Mut zu machen. "Es ist noch nicht vorbei", sagte er. "Aber wir haben immer noch die Möglichkeit, die Serie zu drehen."

Das Spiel vier hatte für Curry und sein Team gut angefangen. Die Rückkehr von Klay Thompson zahlte sich zunächst aus. Durchgehend lagen die Warriors, die weiter auf den an der Wade verletzten Kevin Durant verzichten mussten, in Führung. Zeitweise betrug der Vorsprung elf Zähler. Bis zur Halbzeit agierten die Gastgeber leidenschaftlicher, wacher und cleverer.

Doch nach zwei getroffenen Dreiern von Leonard wendete sich das Blatt zu Beginn des zweiten Durchgangs. Neben Leonard kam auch Serge Ibaka auf Touren. Auf der Gegenseite erwischte Curry trotz seiner 27 Punkte einen mäßigen Tag. Zwar kamen die Warriors noch einmal heran, aber die Raptors blieben ruhig und brachten die lautstarken Fans von Golden State zum Verstummen.

dpa