Berliner Unstimmigkeiten vor der neuen Saison

Union kontra Hertha: Kein Derby zum Mauerfall-Jubiläum

Selbstbewusster Aufsteiger: Union hat am 9. November keine Lust auf Fußball

Selbstbewusster Aufsteiger: Union hat am 9. November keine Lust auf Fußball. imago

Die Gestaltung des Spielplans ist eine hochkomplexe Angelegenheit. Die Vereine haben nur bedingt Einfluss, wann sie gegen wen spielen. Aber Wünsche dürfen geäußert werden und die DFL prüft, inwieweit diese berücksichtigt werden können.

Und so hat Hertha BSC einen Vorstoß gewagt. Das Stadtderby gegen den Bundesliga-Neuling Union Berlin solle möglichst zum 30. Jubiläum des Mauerfalls ausgetragen werden. "Wir fänden, der 9. November wäre ein fantastischer Tag für das Berliner Derby", bestätigte ein Mitarbeiter von Hertha BSC am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur die Beantragung der Ansetzung bei der DFL.

Tags darauf meldeten sich die Köpenicker via sozialer Medien zu Wort: "Uns ist der Gedenktag zum Mauerfall zu wichtig, wir wollen an diesem historischen Tag nicht Fußball spielen", reagierte Aufsteiger Union auf den Hertha-Vorstoß. Die DFL veröffentlicht am 28. Juni die Spielpläne für die neue Saison, die am 16. August mit dem Spiel des Meisters Bayern München eröffnet wird.

So entsteht der Spielplan

Die DFL müsste ohnehin zahlreiche Faktoren beleuchten, ob ein Derby am Tag des Mauerfalls ausgetragen werden könnte. Dazu gehören Gespräche mit der Polizei und der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS), die die Sicherheit gewähren müssen. Auch die Kommunen und Stadionbetreiber müssen zunächst befragt werden.

Das Gerüst für den Spielplan bildet stets der Rahmenterminplan. Hier bilden Champions-League-Spieltage und Länderspieltermine das grobe Gitter, nach dem sich die Liga zu richten hat. Mit einer speziellen Software wird versucht, die unterschiedlichen Interessen unter einen Hut zu bringen. Zudem wird auf regionale und überregionale Feiertage Rücksicht genommen.

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