Neben Barguil zweiter Kapitän von Arkea-Samsic

Greipel: "Ich bin noch im Rennen"

André Greipel

André Greipel kam bisher im Trikot von Arkea-Samsic noch nicht so richtig in Tritt. picture alliance

An seinen letzten Auftritt hat Greipel keine guten Erinnerungen. Bei den "Vier Tagen von Dünkirchen" schaffte er kein einziges Mal den Sprung unter die Top Ten einer Etappe. "Es war für mich danach nicht leicht", gab der 35-Jährige unumwunden zu. "Ich bin aber noch im Rennen", fügte er an. "Ich habe regeneriert und anschließend harte Trainingseinheiten absolviert", berichtete er, "nun gilt es, dies auch im Rennen zu zeigen."

Bei der am Sonntag beginnenden 71. Ausgabe der Dauphiné (9. bis 16. Juni) bieten sich ihm die nächsten Möglichkeiten auf Etappensiege - allerdings nur wenige. Denn bei der Rundfahrt im Südosten Frankreichs sind schwerpunktmäßig die Kletterfähigkeiten der Pedaleure gefragt. Streng genommen sind nur für die 3. und 5. Etappe Sprintankünfte zu erwarten. Sollte eine große Gruppe am Ende der 1. Etappe zusammen sein, könnten auch da Sprinter eine Rolle spielen. "André wird nicht wirklich viele Chancen bekommen", bleibt auch Sportdirektor Yvon Ledanois realistisch. Neben Sohnemann Kevin Ledanois wird Greipel bei den Sprints auch von Florian Vachon unterstützt.

Barguils Generalprobe gegen Alaphilippe

Zweiter Kapitän von Arkea-Samsic bei der Dauphiné ist Warren Barguil. Der französische Bergspezialist war im Frühjahr bei Paris-Nizza schwer gestürzt und hatte mit "nur" einem schweren Schleudertrauma noch Glück im Unglück. Nun soll sich der Bergkönig der Tour 2017 bei der Dauphiné für die anstehende Frankreich-Rundfahrt in Form bringen. "Die Idee für Warren ist, dass sein Zustand im Ziel frischer sein soll als beim Start", sagte Ledanois. "Ich bin motiviert und hoffe, dass ich angreifen kann", sagte Barguil.

Damit wird es bei der diesjährigen Dauphiné zum Duell der beiden vergangenen Bergkönige der Tour kommen. Denn für Deceuninck-QuickStep geht Julian Alaphilippe ins Rennen, der im vergangenen Jahr das Bergtrikot erobern konnte. Alaphilippe hatte mit den Siegen bei der Strade Bianche, bei Mailand-SanRemo sowie beim Wallonischen Pfeil ein sensationelles Frühjahr und gilt erneut als erster Anwärter auf das Gepunktete Trikot des besten Bergfahrers.

jer

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