2. Bundesliga

Hinkel: "Es ist besser, getrennte Wege zu gehen"

VfB: Vaz übernimmt U 21

Hinkel: "Es ist besser, getrennte Wege zu gehen"

Andreas Hinkel

Andreas Hinkel und der VfB Stuttgart gehen getrennte Wege - nicht von beiden Seiten auf freiwilliger Basis. picture alliance

Diese Besetzung verkündete der künftige Zweitligist am Donnerstagvormittag. Co-Trainer der Übergangsmannschaft, um deren Abmeldung es in der Saison 2017/18 bereits Diskussionen gab und in der Folge auch einen personellen Aderlass, wird Tobias Rathgeb. Andreas Hinkel hatte die Geschicke der U 21, die er bereits 2017/18 auf Platz zehn der Regionalliga Südwest geführt hatte, am 1. April von Marc Kienle übernommen, konnte den Abstieg aber nicht mehr verhindern. Zuvor war er zwischendurch auch Assistent bei den Profis unter Markus Weinzierl. Parallel absolvierte der frühere Nationalverteidiger erfolgreich seine Ausbildung zum Fußballlehrer.

Nun dankte Thomas Hitzlsperger Hinkel dafür, dass er in einer schwierigen Situation Verantwortung übernommen habe und für seine "gute Arbeit". Weiter führte der Sportvorstand aus: "Wir hätten Andy gerne auf einer anderen Position im Übergangsbereich des NLZ behalten. Er hat sich aber dazu entschieden, vorerst seine Trainerkarriere außerhalb des VfB fortzusetzen. Wir werden Andys Weg aber weiterhin sehr aufmerksam verfolgen, die Türen beim VfB stehen für Andy immer offen."

Trainersteckbrief Hinkel

Hinkel Andreas

VfB Stuttgart - Vereinsdaten

Gründungsdatum

09.09.1893

Vereinsfarben

Weiß-Rot

VfB Stuttgart II - Vereinsdaten

Gründungsdatum

09.09.1893

Vereinsfarben

Weiß-Rot

Ich will nicht irgendeinen Job, nur weil ich hier mal gespielt habe. Sondern weil man von meiner Arbeit überzeugt ist. Wenn man das nicht ist, ist es besser, getrennte Wege zu gehen.

Andreas Hinkel

Was klingt wie ein versöhnlicher Abschied, birgt durchaus Sprengstoff. Denn Hinkel ärgert sich über das Angebot des VfB: "Co-Trainer der zweiten Mannschaft in der fünften Liga habe ich nicht als meinen nächsten Schritt gesehen." Neben einem Posten als Assistent hätte Hinkel, so hieß es auf Rückfrage beim Verein, noch weitere Aufgaben als Individual-Coach im Übergangsbereich zum Lizenzteam übernehmen sollen. Für den 2004er-EM-Fahrer keine Option: "Wenn der VfB meine Hilfe gebraucht hat, war ich immer da. Ich glaube, dass ich gezeigt habe, dass ich als verantwortlicher Trainer tätig sein kann - und dass mein Herz für diesen Klub schlägt. Ich will nicht irgendeinen Job, nur weil ich hier mal gespielt habe. Sondern weil man von meiner Arbeit überzeugt ist. Wenn man das nicht ist, ist es besser, getrennte Wege zu gehen."

Damit geht eine langjährige Symbiose zu Ende, denn nach Hinkels Rückkehr zu den Cannstattern hatte der Klub ihm den Weg in die Trainerschiene ermöglicht, angefangen bei der U 12 2013/14 bis hin zum Fußballlehrer. Kurios: Vaz verfügt über die rangniedrigere A-Lizenz. Ausschlaggebend für den 45-Jährigen war dem Vernehmen nach die Idee, nach zwei schwierigen, von oben erwähnten Abmeldungsgedanken belasteten Spielzeiten, einen Schnitt zu machen.

Benni Hofmann