RB-Farmteam wollte ihn schon ab 2019

Mainzer U-19-Coach Svensson ab 2020 in Liefering

Bo Svensson

Wird Mainz nächstes Jahr verlassen: Bo Svensson. imago images

Schon vor knapp zwei Wochen verkündete der österreichische Zweitligist die Trennung von seinem aktuellen Coach Janusz Gora nach nur einer Spielzeit. Damals hatte Liefering-Geschäftsführer Manfred Pamminger gesagt: "Wir haben einen Wunschkandidaten, Namen kann ich aber keinen nennen." In Svensson hat man nun den Gora-Nachfolger gefunden - allerdings erst ab 2020, wie der frühere Verteidiger dem kicker bestätigt: "Es stimmt, ich habe ab 2020 dort unterschrieben."

Denn aktuell wollten die Nullfünfer den 39-Jährigen nicht ziehen lassen, obgleich Liefering ihn schon für die kommende Saison haben wollte. Volker Kersting erklärte auf Anfrage: "Für unsere U 19 wird es ein wichtiges Jahr, zudem ist Bo ein sehr guter Trainer. Wir haben mit ihm die kommende Spielzeit geplant und sehen keine Veranlassung, ihn vorher abzugeben." Der NLZ-Leiter der 05er und Sportvorstand Rouven Schröder trafen diese Entscheidung. Svensson, der selbst als Typ mit Werten gilt, akzeptierte das. Der Skandinavier ist seit 2007 in Diensten der Rheinhessen. Nach der aktiven Karriere stieg er beim FSV-Nachwuchs ein. Im Juli absolviert er die Prüfungen zum dänischen Fußballlehrer.

Die Mainzer bedauern Svenssons Entscheidung, "weil wir mit ihm nach der nächsten Saison einen tollen Trainer und Menschen verlieren", wird Kersting in der entsprechenden Vereinsmeldung vom Donnerstagnachmittag zitiert.

Svensson hatte in der abgelaufenen Saison mit den Mainzer A-Junioren den zweiten Platz der Süd-Südwest-Bundesliga erreicht hinter dem späteren DFB-Pokalsieger und Vize-Meister VfB Stuttgart. Liefering hatte in Österreichs Unterhaus lediglich den zehnten Rang belegt.

Benni Hofmann