Hoffnung auf baldige Grzelcyk-Rückkehr

Jochbeinbruch bei Chara? Bruins mit großen Defensivsorgen

Zdeno Chara

Nach Pucktreffer im Gesicht auf dem Eis liegend: Zdeno Chara. Getty Images

Chara war im zweiten Drittel der Partie am Montag (Ortszeit) von einem Puck, der noch von seinem eigenen Schläger abgefälscht worden war, im Gesicht getroffen worden. Bostons Kapitän blutete anschließend stark und verschwand in der Kabine. Zwar kehrte der Slowake zum Schlussdrittel mit Vollvisier auf die Spielerbank zurück, erhielt jedoch keine Einsatzzeiten mehr. Chara habe sich sehr unwohl gefühlt und von den Ärzten zudem den dringenden Rat erhalten, nicht mehr zu spielen, hatte Bruins-Coach Bruce Cassidy nach der Partie erklärt. Dennoch habe der 42-Jährige zumindest bei seinen Mitspielern auf der Bank sitzen wollen.

Am Dienstag machte schließlich das Gerücht die Runde, dass Chara sich einen Jochbeinbruch zugezogen habe - auch wenn eine Bestätigung seitens der Klubs ausblieb und Cassidy lediglich von einer "Gesichtsverletzung" sprechen wollte. Ob er mit einer Fraktur im laufenden Finale tatsächlich noch einmal zurückkehren könnte - Spiel sieben wäre in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kommender Woche - erscheint zumindest stark fraglich.

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Grzelcyk trainiert wieder - Rückkehrzeitpunkt offen

Ein wenig anders sieht da schon die Situation von Matt Grzelcyk aus, der sich in Spiel zwei nach unnötigem Bandencheck von Gegenspieler Oskar Sundqvist offenkundig eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Der 25-Jährige wirkte am Mittwoch wieder im Bruins-Training mit, auch wenn er nicht mit den ersten Sechs in der Defensive rotierte. Er sei froh gewesen, wieder auf das Eis zurückzukehren und habe sich gut gefühlt, erklärte Grzelcyk nach dem Training. Noch habe er aber keine Freigabe seitens der Ärzte für eine Rückkehr. Der US-Amerikaner unterliegt derzeit noch dem seitens der Liga vorgeschriebenen "concussion protocol", das einen einheitlichen Zeitplan im Umgang mit Gehirnerschütterungen vorsieht.

Sollten Chara und Grzelcyk in Spiel fünf in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (2 Uhr MESZ) in Boston ausfallen, würde Cassidy die Hälfte der etatmäßigen Stammdefensive wegbrechen. Denn mit Kevan Miller (31) fehlt ein robuster und erfahrener Abwehrspieler ohnehin schon seit Play-off-Beginn verletzt.

jom

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