Der Nürnberger soll für etwa sieben Millionen Euro kommen

Löwen vor Wechsel zu Hertha BSC

Eduard Löwen

Künftig wohl im Trikot von Hertha BSC unterwegs: Eduard Löwen. imago images

Bis zuletzt waren auch der FC Augsburg, wo sich Löwen vor Wochen vorstellte, und ein Verein aus der englischen Premier League interessiert. Jetzt sind die Würfel dem Vernehmen nach gefallen - Löwen zieht es in die Hauptstadt. Die Ablöse für den Mittelfeldspieler, der nach dem Nürnberger Aufstieg vor Jahresfrist seinen Vertrag bis 2022 verlängert hatte, soll bei etwa sieben Millionen Euro liegen. Die Verhandlungen zwischen den drei beteiligten Parteien sollen sich, so heißt es, auf der Zielgeraden befinden.

Für den Club bestritt der Deutsch-Russe, der beim 1. FC Kaiserslautern (2008-2015) ausgebildet wurde und nach einer Saison beim 1. FC Saarbrücken 2016 nach Nürnberg gewechselt war, in der abgelaufenen Saison 22 Bundesliga-Spiele (drei Tore, drei Assists). Zudem sind für ihn 43 Zweitliga-Spiele (fünf Tore) notiert. Aktuell bereitet sich Löwen mit der deutschen U-21-Nationalmannschaft im Trainingslager in Natz/Südtirol auf die EM in Italien und San Marino (16. bis 30. Juni) vor.

Zweiter Neuzugang nach Boyata

Der siebenmalige deutsche U-21-Nationalspieler wäre nach dem belgischen Nationalspieler Dedryck Boyata (28, Innenverteidiger), der ablösefrei von Celtic Glasgow kommt, Herthas zweiter Neuzugang für die Saison 2019/20. Löwen gilt als vielseitiger, torgefährlicher Mittelfeldspieler, der sowohl auf der Doppel-Sechs als auch als Achter oder Zehner eingesetzt werden kann. In der Rückrunde der Zweitliga-Saison 2017/18 kam Löwen zeitweise auch in der Abwehr-Dreierkette und als Außenspieler in einem Dreier-Angriff zum Einsatz.

Vor Löwen waren in der jüngeren Vergangenheit bereits Marvin Plattenhardt 2014 und Niklas Stark 2015 vom 1. FC Nürnberg zu Hertha BSC gewechselt. Plattenhardt wurde Nationalspieler und 2018 WM-Teilnehmer. Stark zählt aktuell zum Kader der deutschen Nationalmannschaft, die sich auf die anstehenden EM-Qualifikationsspiele in Weißrussland (8. Juni) und gegen Estland (11. Juni) vorbereitet, ist allerdings noch ohne Länderspiel.

Stark kann Hertha diesen Sommer für 25 Millionen Euro verlassen

Der Innenverteidiger, der nach kicker-Informationen in diesem Sommer für 25 Millionen Euro Ablöse aus seinem bis 2022 datierten Vertrag aussteigen kann, zählt derzeit zu den potenziellen Verkaufskandidaten bei Hertha. Der Bundesliga-Elfte der abgelaufenen Saison, der die Lizenz für 2019/20 unter Auflagen bekam, plant für die anstehende Saison in seinem Etat mit Transfereinnahmen von 12,5 Millionen Euro.

Löwen-Transfer hätte keinen Einfluss auf Grujic-Bemühungen

Ein Löwen-Transfer hätte keinen Einfluss auf die Berliner Bemühungen um eine Fortsetzung der Leihe von Marko Grujic (23, FC Liverpool). Hertha will den Serben, der in Berlin auf Anhieb überzeugte und trotz zwei schwerer Sprunggelenksverletzungen eine starke Saison ablieferte, ein weiteres Jahr vom Champions-League-Gewinner ausleihen. Allerdings werben auch Werder Bremen und weitere Klubs aus der Bundesliga und dem Ausland um Grujic.

Ungeachtet der großen Konkurrenz hatte Hertha-Manager Michael Preetz am Montag im kicker gesagt: "Marko würde gern bleiben. Und der FC Liverpool sieht, dass die Leihe funktioniert hat - und dass es Sinn macht, dem Spieler ein zweites Jahr an einem Standort zu ermöglichen, den er kennt und an dem er sich wohlfühlt. Ich finde, dass wir gute Argumente haben."

Steffen Rohr/Frank Linkesch

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