Dank Weltmeisterschaft 2018

Rücklagen auf Rekordwert: FIFA ist milliardenschwer

Die FIFA hat keine finanziellen Probleme

Das Konto ist voll: Die FIFA hat keine finanziellen Probleme. Getty Images

Der Überschuss für den Zyklus von 2015 bis 2018 betrug insgesamt 1,053 Milliarden US-Dollar, wie der FIFA-Kongress am Mittwoch in Paris mit Verabschiedung des Finanzberichts bestätigte. Die Einnahmen alleine im WM-Jahr 2018 betrugen 4,641 Milliarden US-Dollar, das Plus 1,75 Milliarden US-Dollar. Für 2020 rechnet die FIFA mit einem Minus von 624 Millionen US-Dollar.

Die Rücklagen, die 2017 erstmals seit langem wieder unter die Milliarden-Marke gesunken waren, stiegen damit Ende Dezember 2018 auf einen Rekordstand von 2,745 Milliarden US-Dollar. Eigentlich hatte die FIFA nur mit einem Wachstum auf 1,653 Milliarden Dollar gerechnet. Unter anderem durch hohe Justizkosten im Zuge der diversen Korruptionsskandale war die FIFA in den vergangenen Jahren finanziell in Bedrängnis geraten. Zudem hatten mehrere Top-Sponsoren ihre Verträge nicht verlängert.

"Die FIFA hat heute eine solide finanzielle Situation wie noch nie vorzuweisen", sagte Weltverbandschef Gianni Infantino vor seiner erwarteten Wiederwahl. "Und das nach der Zeit der schlimmsten Krise."

In seiner Rede versprach der 49 Jahre alte Schweizer den Mitgliedsverbänden auch mehr Zuwendungen. Diese seien von 326 Millionen im vorherigen Zyklus auf 1,1 Milliarden von 2015-2018 gestiegen. Bis 2022 sollen nun 1,75 Milliarden über das sogenannte Forward-Programm ausgeschüttet werden. "Wir überprüfen genau, was mit dem Geld passiert", sagte Infantino. Zuletzt hatte es Berichte gegeben, dass Zuwendungen in Afrika nicht dem eigentlich angedachten Zweck zukommen.

Es sei "nicht mehr möglich, bei der FIFA Zahlungen zu verstecken", entgegnete Infantino. "Wir wissen genau, woher jeder Dollar kommt und wohin jeder Dollar fließt. Wir haben bei der FIFA keinen Platz mehr für Korruption. Nie wieder."

tru/dpa