Kein Gegenkandidat auf Kongress in Paris

Per Applaus bestätigt: Infantino bleibt FIFA-Präsident

FIFA-Präsident Gianni Infantino.

Per Akklamation im Amt bestätigt: FIFA-Präsident Gianni Infantino. Getty Images

Da Infantino keinen Gegenkandidaten hatte, galt seine Bestätigung im Amt durch Akklamation (per Applaus) als absolut sicher. Offiziell hatte der DFB sein Wahlverhalten lange offengelassen und auf eine inhaltliche Abstimmung mit den weiteren Mitgliedsverbänden der UEFA verwiesen. Am Dienstag aber gab der deutsche Verband bekannt, das Präsidium habe sich einstimmig dafür ausgesprochen, "den amtierenden FIFA-Präsidenten Gianni Infantino bei seiner angestrebten Wiederwahl auf dem 69. FIFA-Kongress in Paris zu unterstützen".

Infantino hatte sich kurz vor seiner Wiederwahl demütig gezeigt. "Ja, liebe Freunde. Wir haben Fehler gemacht, ich habe Fehler gemacht", sagte der Schweizer während seiner Rede in Paris auf deutsch: "Aber das Wichtigste ist doch, dass man aus Fehlern lernt und versucht, es das nächste Mal besser zu machen." Konkreter wurde Infantino nicht.

In den vergangenen drei Jahren und vier Monaten ist aus dieser vergifteten, fast kriminellen Organisation das geworden, was sie sein soll. Eine Organisation, die sich um Fußball kümmert und den Fußball entwickelt.

FIFA-Präsident Gianni Infantino

Inzwischen spreche "niemand mehr über eine Krise, über Skandale oder Korruption", sagte der 49-Jährige und lobte seine Arbeit seit seiner ersten Wahl an die FIFA-Spitze im Februar 2016: "In den vergangenen drei Jahren und vier Monaten ist aus dieser vergifteten, fast kriminellen Organisation das geworden, was sie sein soll. Eine Organisation, die sich um Fußball kümmert und den Fußball entwickelt."

Der DFB ist nach dem Rücktritt von Ex-Präsident Reinhard Grindel nicht mehr im FIFA-Council und UEFA-Exekutivkomitee vertreten. Ein Nachfolger des über eine Luxusuhr gestolperten 57-Jährigen könnte erst beim UEFA-Kongress im März 2020 in die beiden internationalen Gremien gewählt werden.

Außerhalb Europas genießt Infantino hohes Ansehen, er konnte sich der breiten Unterstützung aus Südamerika, Afrika und Asien sicher sein. Infantino war von 2009 bis 2016 Generalsekretär der UEFA, im Februar 2016 wurde er als Nachfolger von Sepp Blatter zum neuen FIFA-Präsidenten gewählt.

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las/tru