Druck & Zuversicht vor dem Aufstiegsfinale

"Jetzt müssen wir liefern": Stuttgarter Kickers zum Siegen verdammt

Tobias Flitsch

Benötigt mit den Stuttgarter Kickers einen Sieg im entscheidenden Spiel: Coach Tobias Flitsch. imago images

Zwei Siege, vier Unentschieden, zwei Niederlagen und ein negatives Torverhältnis (12:16). Die nackten Zahlen aus den vergangenen acht Partien lassen nichts Gutes für die Stuttgarter Kickers vermuten. Vor der entscheidenden Partie am Mittwoch (19 Uhr) bei Bayern Alzenau, Zweiter der Hessenliga, geben sich die Verantwortlichen aber betont zuversichtlich: Kickers-Sportdirektor Martin Braun sieht das Glas trotz der schwankenden Leistungen "halb voll", und Trainer Tobias Flitsch nach dem 1:1 im ersten Relegationsspiel gegen Völklingen (Zweiter Oberliga Rheinland-Pflaz/Saar) keinen Grund zur Sorge. "Wir haben ein Endspiel, daran hat sich nichts geändert", so Flitsch gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten".

Damit hat der 39-Jährige durchaus Recht: Mit einem Sieg kehrt der Klub aus dem Stadtteil Degerloch nach einem Jahr in die Regionalliga zurück. Der letzte zu vergebende Platz in der Südwest-Staffel wird in dieser Saison in einer Dreier-Aufstiegsrunde ermittelt. Im Modus "Jeder gegen Jeden" würde den Schwaben ein Sieg in Alzenau genügen.

die letzten 10 Spiele - Stuttgarter Kickers
Bayern Alzenau (A)
1
:
1
Völklingen (H)
1
:
1
FSV 08 Bissingen (A)
30.05.
15:00
SSV Reutlingen (A)
18.05.
15:30
SV Spielberg (H)
11.05.
14:00
Villingen (A)
04.05.
15:00
FV Ravensburg (H)
01.05.
14:00
SGV Freiberg (A)
27.04.
14:00
TSG Backnang (H)
20.04.
14:00
SV Linx (A)
13.04.
15:30
alle Termine

Flitschs Appell an den Anhang

"Jetzt müssen wir liefern", erhöht der Aufsichtsratsvorsitzende Christian Dinkelacker den Druck auf Trainer und Team. Dass Anspruch und Realität beim ehemaligen Bundesligisten (zuletzt 1991/92) aktuell mehr denn je auseinanderklaffen, unterstrich zuletzt das Verhalten des Publikums. "Wenn manche Zuschauer auf der Haupttribüne schon nach wenigen Minuten Beleidigungen reinschreien, ist das respektlos", richtete Flitsch deutliche Worte an den Anhang. Immerhin fanden gegen Völklingen 3.780 Zuschauer den Weg in das Stadion auf der Waldau.

Wird Völklingen zum lachenden Dritten?

Auf die Unterstützung von ebenjenen Fans dürfen die Kickers im Entscheidungsspiel nur bedingt hoffen. Alzenau genießt das Heimrecht - und geht zudem mit dem positiven Gefühl in die Partie, in Völklingen nach zweimaligen Rückstand, ein 2:2 erzielt zu haben. Es wird also sicherlich kein leichtes Unterfangen für den Traditionsklub.

tow