Ägypter erzielt Führungstor und denkt an Ramos

"Jetzt mag ich den VAR": Die besondere Salah-Note

Er stellte früh die Weichen für den ersten Champions-League-Sieg seit 2005: LFC-Torjäger Mohamed Salah.

Er stellte früh die Weichen für den ersten Champions-League-Sieg seit 2005: LFC-Torjäger Mohamed Salah. imago images

Es läuft die 26. Minute im Champions-League-Finale 2018, Sergio Ramos geht unfair in einen intensiven Zweikampf mit Gegenspieler Salah. Mit Tränen in den Augen muss der Ägypter fünf Minuten später ausgewechselt werden. Am Ende verliert Liverpool mit 1:3 gegen Real Madrid - und alle diskutieren über diese eine Szene. Die womöglich ein Videoschiedsrichter anders beurteilt hätte? Jürgen Klopp sollte das Einsteigen später "rücksichtslos und brutal" nennen. Auch das änderte aber nichts am dritten CL-Titel in Folge für die Königlichen und die große Leere bei Salah.

Am 1. Juni 2019 bekommt die Geschichte ein neues Kapitel. Während Sergio Ramos zuletzt über einen Abschied aus Madrid nachdenkt, spielt Salah in der spanischen Hauptstadt sein zweites Champions-League-Finale in Folge. Nach nur zwei Minuten erzielt der ägyptische Torjäger aus elf Metern das wichtige 1:0 für die Reds, ein Handspiel - das Referee Damir Skomina auch vom Videoschiedsrichter prüfen ließ - hatte zum Elfmeter geführt. Am Ende siegt Liverpool mit 2:0 gegen Tottenham, mit 26 Jahren hält Salah erstmals einen Henkelpott in den Händen.

die letzten 10 Spiele - FC Liverpool
Tottenham (A)
0
:
2
Wolverhampton (H)
2
:
0
Barcelona (H)
4
:
0
Newcastle (A)
2
:
3
Barcelona (A)
3
:
0
Huddersfield (H)
5
:
0
Cardiff C. (A)
0
:
2
FC Porto (A)
1
:
4
Chelsea (H)
2
:
0
FC Porto (H)
2
:
0
alle Termine
Spielersteckbrief Salah
11

Salah Mohamed

FC Liverpool

Ägypten

Spielerprofil
Spielersteckbrief Origi
27

Origi Divock

FC Liverpool

Belgien

Kenia

Spielerprofil
Champions League - Finale in Madrid
Finale in Madrid
Trainersteckbrief Klopp

Klopp Jürgen

Liverpool FC

Deutschland

Trainersteckbrief

Das ist ein Traum, der Realität wird.

Alisson

Mit einem breiten Grinsen erklärt er später bei "BT Sport": "Jeder ist glücklich. Ich bin froh, dass ich mein zweites Finale in Folge und diesmal auch 90 Minuten spielen konnte. Jeder hat heute sein Bestes gegeben, keiner hat individuell herausgeragt, das ganze Team war unglaublich", lobte der Linksfuß. Nicht verkneifen konnte er sich auch die Freude über sein 1:0. "Nächstes Jahr haben wir in der Premier League den VAR - aber ich mag ihn jetzt!"

Ein Sonderlob von Coach Klopp hatte sich derweil Keeper Alisson verdient, der speziell in der Schlussphase der große Rückhalt der Reds war. "Unglaublich", sagte der brasilianische Nationaltorhüter am "Sky"-Mikrofon: "Das ist ein Traum, der Realität wird." Von diesem Moment könne er noch seinen Enkeln erzählen.

Drei Schüsse, drei Tore: Kick it like Origi

Für die endgültige Entscheidung im Wanda Metropolitano sorgte Edeljoker Divock Origi. Die drei Torschüsse, die der Belgier in dieser Champions-League-Saison abgegeben hat, fanden allesamt ihr Ziel. Nach dem Triumph sprach er von "etwas Besonderem". Im Mai 2018 hatte Origi mit dem VfL Wolfsburg noch in der Relegation gegen Kiel um den Verbleib in der Bundesliga gekämpft - und mit einem Tor und einer Vorlage im Hinspiel entscheidenden Anteil am späteren Klassenerhalt. "Man sieht, dass es im Fußball schnell geht", sagte er zu dieser Geschichte: "Selbst wenn es hart ist. Solche Momente musst du nutzen, um zu lernen und dich weiterzuentwickeln. Jetzt stehen wir hier und ich habe ein Tor erzielt."

Mit der Saison, die wir gespielt haben, haben wir es mehr als jedes andere Team verdient.

Trent Alexander-Arnold

Ein besonderer Abend war es auch für Rechtsverteidiger Trent Alexander-Arnold, der im Oktober 1998 in Liverpool geboren wurde. "Es ist schwer in Worte zu fassen. Mit der Saison, die wir gespielt haben, haben wir es mehr als jedes andere Team verdient", so der fünfmalige englische Nationalspieler: "Wir haben etwas sehr Spezielles geschafft."

Lesen Sie hier den Kommentar von Chefredakteur Jörg Jakob: "Klopps Werk: Alles, nur nicht normal"

msc

5

Salah nach zwei Minuten - nur einer war schneller