Dortmunds Sportdirektor zieht ein interessantes Saisonfazit

Zorc: "Das schafft auch nur der BVB"

Michael Zorc

"Das ist zwar Senf nach der Mahlzeit, aber...": Michael Zorc. imago images

Im kicker-Sonderheft "Die große Bilanz" sagt Zorc: "Die Beurteilung dieser Saison wird immer ambivalent bleiben. Zum einen können wir sagen: Wir haben es endlich wieder geschafft, die Bundesliga spannend zu halten. Das schafft auch nur der BVB, sonst niemand. Auf der anderen Seite werden wir uns vorhalten: Hätten wir doch das 3:0 gegen Hoffenheim nicht verspielt, Schalke geschlagen, in Augsburg und Nürnberg besser abgeschnitten oder unsere Führung in Bremen nicht abgegeben. Das ist zwar Senf nach der Mahlzeit, aber komplett wegschieben können wir das nicht."

An 21 von 34 Spieltagen führte die Borussia die Tabelle an, neun Punkte legte sie zwischenzeitlich zwischen sich und den FC Bayern. Warum es mit dem Gewinn der Meisterschale trotzdem nicht geklappt hat, weiß Zorc genau: "Gegen die fünf Topteams haben wir 27 von 30 möglichen Punkten geholt. Das muss man sich mal vorstellen. Und dann diese signifikante Statistik gegen die Vereine im Tabellenkeller - da weißt du, warum es mit dem Titel nicht geklappt hat."

Zehn Punkte ließ der BVB gegen die fünf in der Tabelle am schlechtesten platzierten Klubs liegen. Mit Blick auf die neue Saison sagt Zorc deshalb: "Ob es das fehlende Bewusstsein ist, dass wir auch in solchen Spielen 100 Prozent benötigen, weil es genauso drei Punkte zu gewinnen gibt wie gegen Teams aus den Top 5, werden wir uns noch genauer anschauen und besprechen." Zeit für diese Analyse ist ja jetzt vorhanden.

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Thomas Hennecke/Bernd Salamon

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