Bundesliga

"War seit dem ersten Tag in Augsburg nicht gewollt"

Union-Verteidiger Friedrich gehört wieder dem FCA

"War seit dem ersten Tag in Augsburg nicht gewollt"

Marvin Friedrich im Januar 2018 beim FCA (l.) und im Mai 2019 bei Union Berlin

Marvin Friedrich - kurz vor seinem FCA-Abschied im Januar 2018 (l.) und nach dem Aufstieg mit Union. imago images (2)

Als "großes Nachwuchstalent" hatte der FC Augsburg Marvin Friedrich 2016 vom FC Schalke verpflichtet, der damals 20-Jährige sah im FCA den "richtigen Verein, um Schritt für Schritt in der Bundesliga die Spielpraxis zu bekommen". Drei Jahre später sieht die Lage anders aus.

Auch verletzungsbedingt durfte Friedrich nicht einmal für die Augsburger Profis auflaufen, im Januar 2018 wechselte er daraufhin zu Union Berlin - und entwickelte sich in der 2. Liga zur Stammkraft: In der Aufstiegssaison verpasste er, inklusive Relegation, keine Spielminute. Trotzdem muss er nun erst einmal nach Augsburg zurück.

"Es gab bis zu diesem Moment keinerlei Kontakt - seit inzwischen eineinhalb Jahren"

Zumindest hat der Bundesliga-15. nach kicker-Informationen für rund eine Million Euro die damals vereinbarte Rückkaufoption wie erwartet gezogen. Friedrichs Verbleib erscheint trotz eines Vertrags bis 2021 allerdings unwahrscheinlich, er verspürt keinerlei Verlangen nach einer Rückkehr: "Es hat sich an meiner Lage rein gar nichts geändert. Ich fühle, dass ich seit dem ersten Tag in Augsburg nicht gewollt war."

Bei Union spüre ich endlich, wie es sein kann, wenn alles stimmt.

Marvin Friedrich

Persönliche Glückwünsche zum Aufstieg etwa habe er von seinem Ex-Verein nicht erhalten. "Es gab bis zu diesem Moment keinerlei Kontakt. Seit inzwischen eineinhalb Jahren. Das sagt alles, denke ich, wie beide Seiten zur Fortführung des Vertrages stehen." Ganz anders seine Bindung zu Union: Dort, sagt der 23-jährige Innenverteidiger, "spüre ich endlich, wie es sein kann, wenn alles stimmt. Was unsere Fans geleistet und wie sie uns getragen haben, ist unglaublich. Union ist ein unfassbarer Klub. Ich will weiter Teil dieser Geschichte sein."

Hinter Augsburgs Rückkauf dürften wirtschaftliche Erwägungen stecken

Wie geht es nun weiter? "Wir freuen uns extrem über seine Entwicklung", erklärt FCA-Manager Stefan Reuter, "denn mit seinen Leistungen hat er einen großen Anteil am Aufstieg, zu dem wir ihm und Union Berlin herzlich gratulieren. In den nächsten Wochen werden wir mit ihm und Union seine Zukunft besprechen."

Hinter Augsburgs Rückkauf stecken wohl wirtschaftliche Erwägungen. Friedrichs Marktwert dürfte mindestens doppelt so hoch sein wie die nun bezahlte Summe.

David Bernreuther/jpe

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