Wehen Wiesbaden beweist Moral im Rückspiel gegen Ingolstadt

SVWW: Aufsteiger dank "einzigartigem Kampf"

Lässt sich feiern: Wehens Trainer Rüdiger Rehm (rechts).

Lässt sich feiern: Wehens Trainer Rüdiger Rehm (rechts). imago images

Die Szene, die zum 2:1 für Wehen führte, war bezeichnend: Ingolstadts Konstantin Kerschbaumer zog in der 30. Minute in den Wehener Strafraum, blieb dort aber an Moritz Kuhn hängen. Und anstatt das Spielgerät aus dem Gefahrenraum zu klären, zog der rechte Außenverteidiger mutig an, lief über das halbe Spielfeld und setzte schließlich Dittgen perfekt in Szene, der das Tor erzielte. "Wir haben einfach mutig gespielt von Anfang an. Wir haben 71 Tore geschossen (in der Liga, d.Red.), das kommt nicht von irgendwo her", sagte Wehens bester Vorlagengeber Niklas Schmidt (fünf Tore, elf Assists) am Mikrofon von "ZDF".

Wehens Taktik geht auf

"Wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind, war ganz großer Sport, ganz großer Fußball", lobte Sportdirektor Christian Hock an gleicher Stelle. Im ersten Durchgang setzte der SVWW alles auf eine Karte und presste die Ingolstädter tief in deren Hälfte an. Die Rechnung ging auf - Schäffler machte als vorderste Spitze viele Bälle fest und setzte die um ihn herumwuselnden Dittgen und Kyereh in Szene, die immer wieder für Gefahr sorgten. Beide waren an der Entstehung aller drei Treffer beteiligt.

die letzten 10 Spiele - SV Wehen Wiesbaden
Baunatal (H)
8
:
1
Großaspach (H)
4
:
2
Ingolstadt (A)
2
:
3
Ingolstadt (H)
1
:
2
Uerdingen (A)
2
:
3
Osnabrück (H)
1
:
0
Lotte (A)
0
:
1
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2
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Im zweiten Durchgang spielten die Wiesbadener weniger mutig nach vorne und fingen sich prompt den Anschlusstreffer. Anstatt wegen des großen Drucks auseinanderzubrechen, zeigte die Defensive um den aufmerksamen Sascha Mockenhaupt Moral und ließ keine weitere Großchance mehr zu - es blieb beim 3:2. "In der zweiten Halbzeit haben wir ganz viel reingeworfen. Die Jungs haben einen einzigartigen Kampf abgeliefert", sagte deswegen Hock.

"Krönung" der jüngsten Erfolgsgeschichte

Der Stellenwert des Aufstiegs sei eminent wichtig, so Hock: "Das bedeutet so unglaublich viel für den Verein. Wir haben uns in zehn Jahren Jahr für Jahr gesteigert, vor allem in den letzten drei Jahren." Und die sind eng verbunden mit Trainer Rüdiger Rehm, der seit 2017 im Amt ist. Von Saison zu Saison verbesserte sich Wehen Wiesbaden unter dem 40-Jährigen (7., 4., 3.). "Heute haben wir dem Ganzen das Krönchen aufgesetzt", freute sich Hock.

kon