Ingolstadt hadert mit Abstieg - Zukunft des Coachs offen

Oral: "Verein muss und wird sich neu aufstellen"

Tomas Oral

Stieg mit dem FCI trotz erfolgreicher persönlicher Bilanz ab: Coach Tomas Oral. imago images

"Das eine ist der Abstieg, das andere ist die Art, wie das hier zustande gekommen ist. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man sagen, dass wir einfach zu Unrecht abgestiegen sind. Wenn man die beiden Spiele anschaut, muss man einfach sagen, dass wir das ganze in 45 Minuten aus der Hand gegeben haben. Wir waren in Wehen die bessere Mannschaft und haben auch hier dem Spiel in der zweiten Halbzeit den Stempel aufgedrückt", haderte Mergim Mavraj im "ZDF" nach der Partie vor allem mit der ersten Spielhälfte am Dienstag, in der der SVWW auf 3:1 davongezogen und so bereits die Vorentscheidung geschafft hatte.

"Wir haben die erste Halbzeit einfach total verpennt und man muss sagen, dass wir uns das alles heute einfach selbst zuzuschreiben haben. Wir haben nicht mutig genug gespielt, wir haben nicht gezeigt, wer hier Herr im Hause und in der 2. Liga ist - und dann kann es der Gegner natürlich am Ende verteidigen, so wie es Wehen in der zweiten Hälfte gemacht hat", erklärte Mavraj weiter.

Zukunft von Oral und Henke offen

Coach Oral, der in der entscheidenden Partie mit Kapitän Almog Cohen (5. Gelbe Karte) sowie Sonny Kittel (saß mit Magen-Darm-Problemen auf der Bank und wurde in der 56. Minute eingewechselt) zum Start auf zwei wichtige Spieler verzichten musste, sah ebenfalls in der ersten Hälfte die Hauptursache für die Niederlage: "Das sind natürlich bittere Momente. Wehen war vor allem in der ersten Hälfte ganz stark. Wir haben im zweiten Durchgang alles versucht, doch am Ende haben wir einfach zu viele Gegentore kassiert."

Der 46-Jährige, selbst erst seit Anfang April 2019 im Amt, kündigte nun schon kurz nach dem Abstieg Änderungen für die kommenden Wochen und Monate an. "Der Verein muss und wird sich neu aufstellen", meinte Oral, dessen Zukunft und damit der Verbleib in Ingolstadt noch völlig offen ist, wie auch an seinen abschließenden Worten im Rahmen der Pressekonferenz nach dem Spiel anzumerken war: "Ich wünsche den Verantwortlichen ein gutes Händchen für die Entscheidungen der Zukunft und dem ganzen Verein nur das Beste." Oral und Co-Trainer Michael Henke hatten bei ihrem Amtsantritt am 2. April lediglich Verträge bis zum 30. Juni 2019 unterschrieben. Laut FCI-Vorstand Peter Jackwerth ("Wir sind nicht heute abgestiegen") sei ein Verbleib von Oral indes durchaus "eine Option".

jom