Stanley-Cup-Finale, Spiel eins

4:2 nach 0:2: Furioses Bruins-Comeback in Spiel eins

Boston Bruins gegen St. Louis Blues

Obenauf: Brandon Carlo von den Bruins drückt Ryan O'Reilly aufs Eis. Getty Images

Schenn und Tarasenko legen vor

Es begann keineswegs gut für die Hausherren. Schon in der 8. Minute markierte Brayden Schenn vor 17.500 Zuschauern das 1:0 für die Gäste, die vor allem physisch präsent waren, während Boston die spielerischen Akzente setzen wollte. Der Plan der Gäste ging auf, denn nach genau 60 Sekunden im Mittelabschnitt hieß es 2:0. Vladimir Tarasenko war Schenn-Assist mit seinem neunten Play-off-Tor in dieser Saison den zweiten Treffer.

NHL Stanley Cup - Play-offs - Finale - Best of 7
Finale - Best of 7
Vereinsdaten Boston Bruins

Anschrift Boston Bruins
TD Banknorth Garden
100 Legends Way
Boston, Massachusetts, USA 02114

Internetwww.bostonbruins.com/

Vereinsinfo
Vereinsdaten St. Louis Blues

Anschrift St. Louis Blues
Savvis Center
1401 Clark Avenue
St. Louis, Missouri, USA 63103

Internetwww.stlouisblues.com/

Vereinsinfo

Eine Reaktion war gefragt. Und sie folgte in einem dominanten Mitteldrittel der Bruins: Schon gut eine Minute später brandete erstmals Jubel auf im Garden. Connor Clifton verkürzte nach Pass von Sean Kuraly im Rückwärtsfallen per Schlenzer auf 1:2 (23.). Ebenfalls im Mitteldrittel glich Charlie McAvoy in Überzahl aus. Der Center konnte relativ unbedrängt in die Blues-Zone vordringen und Gäste-Torwart Jordan Binnington mit einem Schlagschuss überwinden.

Sean Kuraly brachte die Arena in Boston dann in der 46. Minute endgültig zum Kochen: Nach einem Querpass von Noel Acciari brachte er die Scheibe auf engstem Raum zunächst mit dem Schlittschuh unter Kontrolle, um dann im nächsten Moment aus drei Metern zu vollenden. Erneut war Binnington (34 Saves) geschlagen. Der Rookie im Blues-Tor hatte die Szene unmittelbar zuvor mit einem Fehler jedoch auch erst scharf gemacht.

NHL Saison 2018/19

Die Weichen waren gestellt, und Brad Marchand blieb es überlassen, in der 59. Minute mit einem Schuss ins leere Tor die endgültige Entscheidung herbeizuführen.

Spiel zwei der Best-of-Seven-Finalserie um den Stanley-Cup wird am Mittwoch erneut in Boston ausgetragen. Die Blues spielen um ihren ersten NHL-Titel, bei ihrer bislang letzten Finalteilnahme hatte die Franchise 1970 mit 0:4 den Kürzeren gezogen - gegen Boston. Die Bruins haben den Titel zuletzt 2011 mit dem deutschen Verteidiger Dennis Seidenberg geholt.

Statistik zum Spiel:

Boston Bruins - St. Louis Blues 4:2 (0:1, 2:1, 2:0)

Boston: Rask - Chara, McAvoy; Krug, Carlo; Grzelcyk, Clifton - Marchand, Bergeron, Pastrnak; DeBrusk, Krejci, Backes; Johansson, Coyle, Heinen; Nordström, Kuraly, Acciari
St. Louis: Binnington - Edmundson, Pietrangelo; Bouwmeester, Parayko; Gunnarson, Bertuzzo - Schwartz, Schenn, Tarasenko; Blais, O'Reilly, Perron; Maroon, Bozak, Thomas; Barbashev, Sundqvist, Steen
Tore: 0:1 (7:23) Schenn, 0:2 (21:00) Tarasenko, 1:2 (22:16) Clifton, 2:2 (32:41) McAvoy, 3:2 (45:21) Kuraly, 4:2 Marchand (58:11)
Strafminuten: Boston 4 - St. Louis 10

aho/dpa

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