Strittige Szene zwischen Lewandowski und Konaté

Stieler steht zur Entscheidung

Tobias Stieler

Schiedsrichter Tobias Stieler während des Pokalfinals zwischen Leipzig und München. Getty Images

Für Ralf Rangnick war die Sache wie für die Mehrzahl der Beobachter klar: "Alle meine Videoanalysten haben mir sofort signalisiert, dass es einen klaren Elfmeter hätte geben müssen." Yussuf Poulsen hatte in der 11. Minute auf das Tor geköpft, Manuel Neuer den Ball an die Latte gelenkt, wenige Meter vor dem Tor gab es ein Gezerre von Robert Lewandowski an Ibrahima Konaté, der Leipziger war zu Boden gestürzt.

Schiedsrichter Tobias Stieler hatte kurz Kontakt zu seinem Videoassistenten Tobias Welz, griff aber nicht nachträglich ein und schaute sich die Szene auch nicht in seiner Review-Area an. "Ich habe ein kurzes Halten im Oberkörperbereich wahrgenommen, das war für mich aber nicht ausreichend für einen Elfmeter. Diese Szene liegt in meinem Ermessensspielraum. Die Bilder in Köln haben meine Wahrnehmung bestätigt", schildert Stieler den Prozess der Entscheidungsfindung, die einen Videobeweis unmöglich machte.

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DFB-Pokal - Finale in Berlin
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Am Sonntag schaute sich der 37-Jährige dann bewegte Bilder an und sagte danach: "Ich stehe absolut zu meiner Entscheidung."

Thomas Roth