102. Giro d'Italia: Lawinengefahr zu groß

Zu viel Schnee: Königsetappe ohne Gavia-Pass

Fahrer am Gavia-Pass (Archivfoto von 2014)

Fahrer am Gavia-Pass (Archivfoto von 2014) imago images

Eigentlich sollte am Dienstag auf der 16. Etappe der mit 2618 Meter höchste Punkt des diesjährigen Giro erreicht werden. Doch das angekündigte schlechte Wetter lässt eine Überquerung des Gavia-Passes nicht zu. Meterhohe Schneewände rechts und links der Passstraße sowie Gefahr von Eisbildung auf dem Asphalt zwangen die Organisatoren nach tagelangem Bangen und Diskutieren dazu, den Gavia-Pass aus dem Programm zu nehmen. "Die Meteorologen haben uns auch keine Besserung für die nächsten Tage in Aussicht stellen können. Deshalb müssen wir den Gavia-Pass streichen", sagte Giro-Direktor Mauro Vegni.

Laut italienischen Wettervorhersagen kommen die Temperaturen bis Mittwoch auf dem Gaviapass nicht über den Gefrierpunkt hinaus. Ab Sonntagabend sollen die Niederschläge von Regen in Schnee übergehen, die Lawinengefahr wäre zu groß. Erst ab Donnerstag sollen die Temperaturen dann die Null-Grad-Grenze übersteigen - zu spät für die 16. Etappe.

Der neue Kurst ist um 32 Kilometer kürzer und umfasst nur noch 194 Kilometer. Zudem fehlen auch einige Höhenmeter. Zwar wurde mit dem Cevo ein neuer Gipfel aufgenommen, doch mit nur 1054 Metern Höhe ist dieser deutlich niedriger als der Gavia. "Mit dem neuen Gipfel, dem Cevo, kommen wir aber jetzt auf immerhin 4800 Höhenmeter. Es bleibt eine Bergetappe", sagte Vegni. Der neue Berg steht 80 Kilometer nach dem Start in Lovere auf dem Programm, dann geht es nach Aprica und danach auf den gefürchteten Mortirolo.

"Cime Coppi" wird am Manghen-Pass vergeben

Damit wandert auch die Sonderwertung "Cime Coppi" weiter. Mit dieser wird der Gewinner am höchsten Punkt des Giro ausgezeichnet. In diesem Jahr wird es nun der Manghen-Pass auf der 20. und vorletzten Etappe mit einer Höhe von 2047 Metern sein. Das Peloton wird dabei über die Südanfahrt vom Valsuaga-Tal ins Fleimstal geführt.

jer

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