"Keine glückliche Wahl" im Finale

Warum trugen Bayern und Leipzig so ähnliche Outfits?

Alles rot und weiß: Szene aus dem DFB-Pokal-Finale.

Alles rot und weiß: Szene aus dem DFB-Pokal-Finale. Getty Images

Als das DFB-Pokal-Finale 2019 am Samstagabend angepfiffen war, staunten die Zuschauer im Olympiastadion und vor den Fernsehern nicht schlecht: Sowohl die Spieler des FC Bayern als auch die von RB Leipzig trugen rot-weiße Ausrüstung.

Während die Leipziger, offiziell die Heimmannschaft beim diesjährigen Finale, weiße Trikots, rote Hosen und rote Stutzen anhatten, liefen die Münchner im exakten Gegenteil auf: rote Trikots, weiße Hosen, weiße Stutzen.

Obwohl sie die Arbeit des Schiedsrichtergespanns etwa bei Abseitsentscheidungen nicht leichter gemacht haben dürfte, hatte der DFB diese Kombination abgenickt - ursprünglich war sogar eine noch Zuschauer- und Referee-unfreundlichere Variante geplant gewesen: Nach Angaben der Bayern hatten sie sich mit RB beim Finalistenmeeting Mitte Mai auf Rot-Weiß-Rot gegen Weiß-Rot-Weiß geeinigt.

Erst nach Rücksprache mit dem DFB kam es noch zur leichten Anpassung: Rot-Weiß-Weiß gegen Weiß-Rot-Rot. Das sollte, so die Bayern, "für eine bessere Unterscheidung der Teams für Schiedsrichter und Fans sorgen".

Für die Spieler auf dem Feld war es auch schwer, den Unterschied immer zu erkennen.

Peter Gulacsi

Gelungen ist das nur bedingt. "Es war keine glückliche Wahl", meinte hinterher Leipzigs Torwart Peter Gulacsi stellvertretend bei "Sky". "Für die Spieler auf dem Feld war es auch schwer, den Unterschied immer zu erkennen. Dass es für die Zuschauer schwer war, kann ich auch verstehen." Thomas Müller "fand es schon vor dem Spiel etwas komisch". Nach dem 3:0-Triumph sagte er aber auch: "Jetzt ist es mir ehrlich gesagt egal."

In den aktuellen Fußballregeln heißt es: "Die beiden Teams tragen Farben, durch die sie sich klar voneinander sowie von den Spieloffiziellen unterscheiden." Immerhin: Das Schiedsrichterteam um Tobias Stieler war gänzlich schwarz gekleidet.

jpe