Bayerns Innenverteidiger kämpft um seine persönliche Bilanz

Hummels: "Viel zu viele zweite Plätze für mich"

Hummels und Kimmich

Bedient: Mats Hummels (l.) und Joshua Kimmich nach dem verlorenen Pokalfinale 2018 gegen Frankfurt. imago images

Über den FC Bayern vom Pokalfinale in Berlin berichtet Georg Holzner

Das Pokalfinale in Berlin zum Abschluss einer langen Saison ist immer ein Highlight. Für jeden Spieler. Sei es wegen der Atmosphäre im ausverkauften Olympiastadion, der Stimmung schon tagsüber in der Hauptstadt, der riesigen Medienaufmerksamkeit oder einfach deshalb, weil es einen Titel zu gewinnen gibt. Mats Hummels kennt all das bestens, er war schon sechsmal in diesem Endspiel. Doch der Erfolg hielt sich in Grenzen, wie er selbst bedauert. "Es ist immer ein richtig geiles Spiel und ein schönes Ereignis", sagt der Innenverteidiger, "aber bisher mit zu vielen zweiten Plätzen für mich."

Spielersteckbrief Hummels
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Fünfmal musste er den Rasen als Verlierer verlassen. Erstmals 2008, als sich Borussia Dortmund dem FC Bayern mit 2:1 nach Verlängerung geschlagen geben musste. Hummels saß damals nur auf der Bank. Diesen negativen Start glich er 2012 aus: Damals düpierte der BVB unter Jürgen Klopp den Branchenprimus mit 5:2. Seither aber gab es für Hummels nichts mehr zu holen. 2014 siegte Bayern in einem für Hummels persönlich dramatischen Spiel nach Verlängerung 2:0, hatte er doch ein Kopfballtor erzielt, das fälschlicherweise nicht gegeben wurde; 2015 triumphierte Wolfsburg 3:1 und 2016 - in seiner letzten Dortmunder Saison - erhielten wieder die Münchner das umkämpfte Gold, weil sie nach einem 0:0 im Elfmeterschießen die Nerven behielten. Hummels verlor mit der Borussia also drei Endspiele in Folge. Da kommt ein Wechsel zum Rekordpokalsieger gerade recht - möchte man meinen. Doch auch beim FCB änderte sich vorerst nichts.

Ich möchte meine nicht so positive Bilanz in Berlin auf jeden Fall korrigieren.

Mats Hummels

Vorige Saison, als Hummels seine Finalpremiere im Bayern-Trikot feierte, treffen die Bayern auf gierige wie aggressive Frankfurter. Am Ende hieß es 1:3. Und wieder blieb dem heute 30-Jährigen die Party verwehrt. Verständlich, wenn er vor dem Duell mit RB Leipzig sagt: "Mir würde es sehr viel bedeuten, wenn wir das Double holen." Einerseits, um die holprige Saison bestmöglich abzuschließen und andererseits: "Ich möchte meine nicht so positive Bilanz in Berlin auf jeden Fall korrigieren."

Georg Holzner

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