Int. Fußball

Ceferin spricht sich gegen Europapokal-Reform aus

UEFA-Präsident verteidigt Finalort Baku

Ceferin spricht sich gegen Europapokal-Reform aus

Aleksander Ceferin

Seit 2016 UEFA-Präsident: Aleksander Ceferin. imago images

Die europäische Klubvereinigung ECA hatte zuletzt mit Gedankenspielen um ein dreistufiges Ligen-Modell mit Fixplätzen für Topvereine für Aufsehen gesorgt. Zahlreiche Vereine und Ligen positionierten sich gegen die Reformpläne, die ab dem Jahr 2024 greifen sollen. Ceferin äußerte in einem Gespräch mit dem Magazin "Spiegel" nun ebenfalls skeptisch.

"Wenn es nach mir geht, müsste sich überhaupt nichts ändern", sagte der 51-Jährige. Die Verantwortung für die Debatte liege bei der ECA. Die UEFA habe allerdings gleich "die Idee kassiert, Europapokalspiele am Wochenende auszutragen", betonte Ceferin: "Das wird nicht passieren."

Die Kritik, das Europa-League-Finale in diesem Jahr nach Baku vergeben zu haben, wies der UEFA-Funktionär derweil zurück. Die Menschenrechtslage in Aserbaidschan sei zwar "ein Problem". Aber: "Das ist sie in anderen europäischen Staaten auch", sagte er: "Wenn sich der Fußball von solchen Spannungen aufhalten lässt, können wir künftig gar nichts mehr organisieren. Wir haben auch eine sichere Europameisterschaft in Frankreich ausgetragen, als das Land Ziel von Terorristen war."

pau/dpa