Beide Klubs wollen in den DFB-Pokal

Bremer SV vs. Oberneuland: Revanche im Endspiel?

Lukas Muszong, Nikky Goguadze

In der vergangenen Saison hatten Lukas Muszong und Nikky Goguadze mit dem Bremer SV gegenüber dem FC Oberneuland die Nase vorne. imago images

Das Rennen um die Meisterschaft in der Bremen-Liga erinnerte an den engen Titelkampf zwischen Manchester City und dem FC Liverpool. Zwei Klubs, die sich um den ersten Rang streiten und dabei den Rest der Liga dominieren. Die Nase vorne hatte schließlich der BSV, der nach 30 Spielen 85 Punkte, 28 Siege und die stattliche Tordifferenz von +103 (115:12) vorweisen kann. Die Bilanz des FC Oberneuland fällt mit +121 (139:18) und ebenfalls 28 Siegen nicht minder beeindruckend aus. Nur hat der FCO ein Spiel mehr verloren als der große Rivale - ausgerechnet den direkten Vergleich - und musste sich deshalb mit der Vizemeisterschaft begnügen. Ein Punkt entschied.

Die letzte Niederlage gegen sie war ein Tiefschlag, aber jetzt sind wir aus dem Loch raus.

FCO-Keeper Jonas Horsch

Der FCO kann sich für den verpassten ersten Rang aber revanchieren und träumt vom Einzug in den DFB-Pokal, der für den Klub zusätzliche Einnahmen auf dem Weg zum erneuten Angriff in der kommenden Saison bedeuten würde. Zuletzt war der Klub in der Saison 2012/13 im DFB-Pokal vertreten (0:3 gegen Borussia Dortmund). 2003 hatte er Bekanntheit errungen, als er den 1. FC Köln in die Verlängerung zwang (2:5). In den Köpfen hat der Fünftligist aber noch die 1:2-Schlappe gegen den BSV Mitte April. Diese hatte für eine kleine Vorentscheidung in der Liga gesorgt. "Die letzte Niederlage gegen sie war ein Tiefschlag, aber jetzt sind wir aus dem Loch raus und wollen den BSV unbedingt schlagen", sagte Torwart Jonas Horsch dem "Weser Kurier". Der 20-Jährige wird im Finale allerdings wohl "nur" auf der Bank sitzen. Hannes Frerichs, der in der Liga 23-mal zum Einsatz kam, werden gute Chancen eingeräumt, auch im Pokal zwischen den Pfosten zu stehen.

Bremer SV kämpft um den Einzug in die Regionalliga

Während sich der FCO seit Tagen auf das Finale vorbereiten kann, galt der Fokus des BSV zunächst dem ersten Spiel in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga. Nach dem 2:3 gegen Altona 93 zum Auftakt stehen die Bremer jetzt aber bereits unter Druck. "Das war eine ärgerliche und unnötige Niederlage. Altona hatte drei Torschüsse, wir 15", sagte Trainer Ralf Voigt. Immerhin: Das bei Gleichstand in der Dreiergruppe entscheidende Elfmeterschießen entschied der BSV mit 4:1 für sich. Nun muss gegen den Heider SV am Mittwoch, 29. Mai (19.30 Uhr), ein Sieg her, um noch Chancen auf Rang zwei und damit den Aufstieg zu haben.

Und das Endspiel? Das will der BSV, der vor zwei Jahren das letzte Mal im DFB-Pokal vertreten war (0:7 gegen Darmstadt 98), natürlich auch gewinnen. Schließlich können auch die "Waller" Zusatzeinnahmen gut gebrauchen - sei es für den Kader in der Regional- oder eine weitere Saison in der Bremen-Liga.

pau

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