"Bomber der Nation" tritt illustrem Kreis bei

Gerd Müller wird auf dem Walk of Fame verewigt

Gerd Müller

Als viermaliger Pokalsieger nun auf dem Walk of Fame verewigt: Gerd Müller. imago images

Seit 2014 wird den größten Pokalhelden der Vergangenheit sowie der Gegenwart mit einem Fuß-, oder, wie es bei Trainern und Torhütern der Fall ist, einem Handabdruck die Ehre erwiesen. Beispielsweise haben Oliver Kahn, Kevin De Bruyne, Günter Netzer oder auch Ante Rebic bereits ihren Platz am Olympiastadion gefunden.

Es gibt aber auch Amateure, die als Außenseiter für Furore gesorgt hatten. So findet man neben den Profis auch Pokalhelden aus den niederen Klassen: Eintracht Triers Rudi Thömmes, der 1997/98 mit Schalke 04 sowie Borussia Dortmund zwei amtierende Europapokalsieger aus dem Wettbewerb eliminiert hatte, ist ebenso verewigt wie Roland Stein. Der Mittelfeldakteur sorgte 1994 mit dem TSV Vestenbergsgreuth für eine handfeste Sensation und warf den FC Bayern München aus dem Pokal.

Nun also folgt der mittlerweile 73-jährige Müller und tritt diesem illustren Kreis bei. Bis heute führt der einstige Münchner die ewige Pokal-Torschützenliste an - mit großem Vorsprung. 78 Tore in 62 Einsätzen sind bei weitem unerreicht, auf Platz zwei folgt Dieter Müller mit 35 Treffern. Von den noch aktiven Bundesligaspielern ist der Bremer Stürmer Claudio Pizarro mit 32 Toren aktuell der treffsicherste, knapp gefolgt von Bayerns Robert Lewandowski, der sein Torekonto von aktuell 31 Treffern am Samstag gegen RB Leipzig (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) noch in die Höhe schrauben kann.

Müller selbst hat sich seinen Platz auf dem Walk of Fame nicht nur aufgrund seiner Torquote, sondern auch aufgrund seiner Konstanz verdient. Der "Bomber der Nation" erzielte zwischen 1965 und 1979 in jeder Pokalsaison mindestens einen Treffer und durfte die Trophäe sowohl 1966, 1967, 1969 und 1971 in den Himmel strecken.

Zwischen 1964 und 1979 absolvierte Müller 427 Ligapartien für den FC Bayern München und schoss in dieser Zeit 365 Tore. In der Spielzeit 1971/72 stellte er einen bis heute nicht erreichten Bestwert von 40 Saisontreffern auf. Insgesamt holte Müller vier deutsche Meisterschaften, viermal den DFB-Pokal, gewann einmal den Europapokal der Pokalsieger, dreimal den Europapokal der Landesmeister sowie einmal den Weltpokal. Mit der deutschen Nationalmannschaft wurde Müller 1974 Welt- und 1972 Europameister.

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