Stuttgarts Torschütze richtet sich an die VfB-Anhänger

Gomez in Richtung Fans: "Diese Stimmung gefällt mir nicht"

Mario Gomez

Kam mit dem VfB nicht über ein 2:2 gegen Union Berlin hinaus: Mario Gomez. imago images

Wie schnell eine Stimmung kippen kann, das war am Donnerstagabend in Stuttgart recht gut zu beobachten. Da hatte Union Berlin gerade das 1:1 erzielt, nur 87 Sekunden nach dem Stuttgarter Führungstreffer durch Christian Gentner - und nun, der Torjubel auf der Tribüne hatte sich gerade erst gelegt, waren auf einmal vereinzelte Pfiffe in der Mercedes-Benz-Arena zu vernehmen.

Da der Zweitligist auch auf Mario Gomez' 2:1 eine Antwort parat hatte und sich der VfB am Ende mit einem Remis anfreunden musste, waren die Pfiffe nach Spielende noch deutlicher zu hören. "Diese ganze Stimmung jetzt gefällt mir nicht", sagte Gomez kurz darauf am "Sky"-Mikrofon.

Spielersteckbrief Gomez
27

Gomez Mario

VfB Stuttgart

Deutschland

Spanien

Spielerprofil
Bundesliga-Relegation - Relegation
Relegation

Ja, er habe schon Verständnis für den Unmut der Anhänger, schließlich habe die Mannschaft "die ganze Saison nichts geboten". Aber nein, es bringe nichts, sich jetzt gegenseitig anzugehen. "Wenn man an sich glaubt", sagte Gomez, "und wenn man weiß, dass man in Berlin gewinnen kann, geht man erhobenen Hauptes raus".

Nur: Kann der VfB in Berlin gewinnen?

Es ist wie es ist - der VfB Stuttgart braucht einen Sieg oder ein Remis mit mindestens drei eigenen Toren in Berlin, um nicht abzusteigen. Über die Mittel, das dürfte unstrittig sein, verfügt diese Mannschaft durchaus. Doch sie blieb bereits in diesem Hinspiel - wie auch in der zurückliegenden Bundesligasaison - einiges schuldig und wird sich steigern müssen. "Wir haben uns natürlich mehr vorgestellt", sagte auch Gomez, richtete in diesem Zuge aber noch einen Appell an die Fans: Das Gros habe das Team unterstützt - "und ich hoffe, dass wir diese Fans auch in Berlin haben werden".

lei