Neben Wolfsburg auch englische und italienische Klubs interessiert

Bayer hinterlegt Interesse an Amiri

Nadiem Amiri

Könnte für etwa 15 Millionen Euro in diesem Sommer wechseln: Nadiem Amiri. imago images

Mit Julian Brandt (für 25 Millionen Euro Ablöse zu Borussia Dortmund) hat Bayer 04 einen offensiven Mittelfeldspieler verloren. Und auch, wenn mit dem Hoffenheimer Kerem Demirbay (25, 32 Millionen Euro Ablöse) bereits zuvor ein Kreativspieler für das zentrale Mittelfeld verpflichtet wurde, hat der Werksklub noch Bedarf an offensiven Mittelfeldspielern. Schließlich waren die beiden zentralen Offensivpositionen im Mittelfeld in Peter Boszs 4-3-3 beide nicht doppelt besetzt.

Angesichts der Qualifikation für die Champions League und die dadurch bevorstehende hohe Dreifachbelastung müssen Geschäftsführer Sport Rudi Völler und Sportdirektor Simon Rolfes den Kader gerade in diesem Bereich breiter aufstellen. Selbst wenn Völler bei der Bekanntgabe des Brandt-Transfers zum BVB erklärte, dass man dessen Nachfolger mit Demirbay ja bereits verpflichtet habe.

Vertraglich fixierte Ablöse beträgt etwa 15 Millionen Euro

Doch ohne zumindest eine weitere Kraft für die Kreativzentrale wäre Bayers Kader dort zu dünn besetzt für die kommende Spielzeit. Folglich bemühen sich die Verantwortlichen um weitere Verstärkungen. Dabei haben sie nun bei einem anderen Hoffenheimer Profi ihr Interesse hinterlegt, nämlich bei Nadiem Amiri. Der Kontrakt des 22-jährigen, dynamischen Offensivakteurs läuft 2020 aus. Die Ablösesumme ist für einen vorzeitigen Wechsel in diesem Sommer im Bereich von 15 Millionen Euro vertraglich fixiert.

Der Rechtsfuß wird auch noch Gespräche mit 1899 Hoffenheim wegen einer durchaus möglichen Vertragsverlängerung führen. Allerdings bieten sich ihm mehrere Möglichkeiten, seine Karriere woanders fortzusetzen. Neben dem VfL Wolfsburg und Bayer 04 bekunden nämlich auch Klubs aus Italien und England Interesse.

Vorbereitung auf U-21-EM

Mit einer schnellen Entscheidung ist eher nicht zu rechnen. Denn Amiri, der fast die komplette Hinrunde wegen einer Mittelfußoperation verpasst hatte und sich zuletzt einen Außenbandriss im Sprunggelenk zuzog, konzentriert sich derzeit darauf, rechtzeitig wieder fit zu werden, um mit der deutschen Auswahl an der am 2. Juni beginnenden U-21-Europameisterschaft in Italien teilnehmen zu können.

Stephan von Nocks/Michael Pfeifer

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