Zwei Siege sind Pflicht

Löw: "Spieler sollen auch mal Fehler machen dürfen"

Bundestrainer Joachim Löw

Durchläuft mit der Nationalmannschaft einen "spannenden Prozess": Bundestrainer Joachim Löw. imago images

Auf dem Weg zur EM 2020 sollten die Qualifikationsspiele am 8. Juni in Weißrussland und drei Tage später in Mainz gegen Estland (beide 20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) keine Stolpersteine für die deutsche Nationalmannschaft darstellen. Die schwerste Hürde hatten Löw und seine verjüngte Elf bereits beim 3:2 in Amsterdam genommen. Deshalb betonte Löw im Interview auf der DFB-Website auch: "Man braucht nicht lange herumzureden: Alles andere als sechs Punkte aus diesen beiden Spielen wäre eine Enttäuschung."

Unterschätzen werde das DFB-Team seine Gegner aber auf keinen Fall, und sich deshalb auch "sehr gut und seriös vorbereiten, auch wenn die Spieler am Ende einer langen Saison körperlich und mental müde sein werden", so Löw.

Tah, Klostermann und verschiedene Defensiv-Varianten

Seinen Kader nominierte der Bundestrainer "in enger Abstimmung" mit U-21-Coach Stefan Kuntz, der am 17. Juni mit seinem Team in die EM in Italien und San Marino startet. Aus Löws Aufgebot stoßen dann U-21-Kapitän Jonathan Tah und Lukas Klostermann zu den Junioren. Löw erklärte: "Wir wollen uns ja auch im Defensivbereich weiterentwickeln, wir wollen verschiedene Varianten ausprobieren, da können die beiden perspektivisch eine Rolle spielen."

Seine Mannschaft durchlaufe "einen spannenden Prozess, in dem es unsere Aufgabe ist, die Richtung vorzugeben und jeden einzelnen Spieler bestmöglich zu begleiten", meinte Löw. Die DFB-Auswahl befinde sich auf einem Weg, auf dem es auch mal Rückschläge geben kann. "Wir schenken unseren Spielern großes Vertrauen, sie sollen aber auch mal Fehler machen dürfen, sie sollen Spaß und Freude haben und das auf dem Spielfeld zeigen." Das sollte gegen Weißrussland und Estland drin sein.

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