Deutschland im Viertelfinale der Eishockey-WM

Ohne Angst gegen "Wunschgegner" Tschechien

Moritz Müller

"Wir haben keine Angst": DEB-Kapitän Moritz Müller. picture alliance

Mit dem 4:2-Sieg gegen Finnland stellte Deutschland eindrucksvoll unter Beweis, es mit den großen Eishockey-Nationen aufnehmen zu können. Eine solche wartet im WM-Viertelfinale am Donnerstagabend (20.15 Uhr) auf die deutschen Kufenflitzer, wenn es in der slowakischen Hauptstadt Bratislava gegen Tschechien geht.

"Wir hoffen, dass wir den nächsten Schritt gehen können", sagte DEB-Verteidiger Yannic Seidenberg. "Wir werden heute noch einmal regenerieren und uns dann auf die Tschechen vorbereiten."

die letzten 10 Spiele - Deutschland
Tschechien (A)
5
:
1
Finnland (A)
2
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4
USA (H)
1
:
3
Kanada (A)
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Slowakei (H)
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Frankreich (H)
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Dänemark (A)
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Großbritannien (H)
3
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USA (H)
2
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5
Österreich (H)
5
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1
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die letzten 10 Spiele - Tschechien
Russland (A)
3
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Kanada (A)
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:
1
Deutschland (H)
5
:
1
Schweiz (H)
5
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4
Österreich (A)
0
:
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Italien (H)
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:
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Lettland (H)
6
:
3
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3
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2
:
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Schweden (H)
5
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2
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Eishockey-Weltmeisterschaft - Viertelfinale
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Tschechien mit viel NHL-Power

Der zwölfmalige Weltmeister und Weltranglisten-Sechste geht als Favorit ins Viertelfinale gegen Deutschland (8.). Die Mannschaft von Trainer Milos Riha ist gespickt mit vielen NHL-Spielern (Erfahrung aus 3657 Spielen), darunter der teaminterne Top-Scorer Jakub Voracek (15 Punkte, Philadelphia Flyers) und Top-Torjäger Michael Frolik (sieben Tore, Calgary Flames). Auch Torwart Pavel Francouz (Colorado Avalanche), die Verteidiger Radko Gudas (Philadelphia), Filip Hronek (Detroit Red Wings) und Jan Rutta (Tampa Bay Lightning) sowie die Stürmer Filip Chytil (New York Rangers), Radek Faksa (Dallas Stars), Dmitrij Jaskin, Jakub Vrana (beide Washington Capitals) und Ondrej Palat (Tampa) spielten in dieser Saison schon in der National Hockey League. Mit einem 5:4-Erfolg gegen die Schweiz am letzten Spieltag der Gruppenphase schoben sich die Tschechen noch auf Rang zwei in der Gruppe B vor. Sie gelten als physisch und offensivstark und mussten sich bislang einzig gegen Russland geschlagen geben (0:3).

Mit großem Glauben gegen den "Wunschgegner"

"Die Tschechen haben wir uns alle am meisten gewünscht. Das ist ein Gegner, der machbar ist", sagte DEB-Stürmer Dominik Kahun (Chicago Blackhawks), der im tschechischen Plana geboren wurde. "Der Großteil der Mannschaft war schon zufrieden damit, dass es die Tschechen geworden sind", pflichtete Seidenberg bei. Deutschland ging mit fünf Siegen in sieben Spielen den hochfavorisierten Russen aus dem Weg und malen sich gegen Tschechien durchaus Chancen aus: "Wenn wir wieder als kompakte Einheit auftreten wie zuletzt, dann haben wir sicher eine Chance", sagte Bundestrainer Toni Söderholm. "Das Wichtigste ist jetzt der Glaube an uns selbst. Und die Jungs glauben hier an ziemlich viel."

Die Tschechen haben wir uns alle am meisten gewünscht. Das ist ein Gegner, der machbar ist.

DEB-Stürmer Dominik Kahun

Zum Beispiel an die erste WM-Medaille für Deutschland seit 66 Jahren. "Wir gehen mit Freude und der richtigen Arbeitsmoral in das Spiel", erklärte Mittelstürmer Leon Draisaitl (Edmonton Oilers), der neben Torwart Philipp Grubauer (Colorado Avalanche) der große Star des Teams ist. "Das Tiefstapeln sollten wir jetzt ablegen", sagte Kapitän Moritz Müller vielleicht auch deshalb und betonte: "Wir haben keine Angst. Im Gegenteil: Wir glauben an uns."

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