WTA in Nürnberg: Auch Barthel und Lisicki raus

Petkovic chancenlos gegen starke Friedsam

Andrea Petkovic konnte Anna-Lena Friedsam nur für ihren starken Auftritt gratulieren.

Andrea Petkovic konnte Anna-Lena Friedsam nur für ihren starken Auftritt gratulieren. imago images

Nach einem Sieg im Eiltempo gegen Petkovic ist Anna-Lena Friedsam beim in Franken als einzige Deutsche ins Viertelfinale eingezogen. Die 25-Jährige aus Andernach bezwang die Finalistin von 2013 am Mittwoch bei dem WTA-Event deutlich mit 6:3, 6:1. "Sie hat wahnsinnig gut serviert, und ich habe nicht so gut serviert", resümierte die Weltranglisten-69. Petkovic. "Ich konnte einfach nicht mein Level abrufen, dass ich sie mal pushe und sie mal Fehler macht." Vor den French Open ist Petkovic, die schon am Donnerstag nach Paris reist, aber zuversichtlich. "Mein Spiel kommt langsam zusammen", sagte sie.

Friedsam überzeugte auch mit ihren Grundschlägen und leistete sich weniger Fehler als Petkovic. Zudem war ihr Service an diesem tag erstklassig, immer wieder traf sie die Linien und machte es der Darmstädterin im Returnspiel immens schwer. "Es lief heute wirklich sehr gut. Ich habe viele erste Aufschläge gehabt mit guter Präzision", freute sich Friedsam, die sich nach ihrem Erfolg in der ersten Runde gegen Irina-Camelia Begu in drei Sätzen noch einmal steigerte. Nach nur 57 Minuten verwandelte Friedsam, die wegen einer langwierigen Schulterverletzung nur noch auf Position 523 in der Welt liegt, ihren zweiten Matchball.

Enger erster Satz zwischen Putintseva und Barthel

Damit trifft sie im Viertelfinale der Sandplatzveranstaltung auf die an Nummer eins gesetzte Yulia Putintseva. Die Kasachin hatte Mona Barthel aus Neumünster geschlagen. Im ersten Durchgang lag die Deutsche bereits mit 0:3 zurück, kämpfte sich allerdings zurück und erzwang schließlich den Tiebreak. Dort ging es hin und her, am Ende hatte Putintseva das bessere Ende für sich und gewann 10:8. Satz zwei war dann eine klare Geschichte, Barthel fand nicht mehr zu ihrem Spiel und verlor glatt mit 1:6.

Lisicki weiterhin ohne Sieg in 2019

Für die ehemalige Wimbledon-Finalistin Lisicki war schon in Runde eins Schluss. Die ehemalige Weltranglisten-Zwölfte verlor ihre wegen anhaltenden Regens verschobene Partie gegen die Australierin Ajla Tomljanovic mit 2:6, 5:7. "Natürlich überwiegt die Enttäuschung über die Niederlage. Klar ist es eine schwere und undankbare Auslosung gewesen, aber damit muss man rechnen, wenn man nicht gesetzt ist", sagte die in Schwarz gekleidete Lisicki nach dem Aus gegen die Nummer drei des Turniers. Die 29 Jahre alte Berlinerin, die nach Verletzungen und Formtief nur noch auf Platz 299 der Weltrangliste geführt wird, war erst mit einer Wildcard ins Hauptfeld gerutscht.

Sabine Lisicki

Es läuft nicht: Sabine Lisicki gewann in diesem Jahr noch keine Partie auf der WTA-Tour. imago images

Lisickis Partie war am Dienstag beim Stand von 2:6, 2:1 aus ihrer Sicht abgebrochen worden. Die Berlinerin kämpfte und konnte den ersten Matchball noch abwehren, musste sich dann aber nach 74 Minuten geschlagen geben. "Aktuell ist es schwer, das Positive zu sehen, so kurz nach der Niederlage, das ist aber auch normal, wenn man mit Leidenschaft bei der Sache ist", sagte Lisicki, die sich erst vor zwei Wochen von ihrem Trainer getrennt hat und wieder von ihrem Vater Richard betreut wird. "Mit 29 kann man mein Spiel nicht mehr umstellen und sollte das auch nicht", meinte sie. Die Rückkehr zu ihrem Vater bedeute: "Back to Basics".

Ihre nächsten Einsätze auf der Profitour liegen nur bedingt in ihrer Macht. "Durch meine Ranglistenposition weiß ich nicht, wo ich reinkomme", sagte Lisicki, die bisher in diesem Jahr noch keine Partie gewinnen konnte (acht Niederlagen). "Daher ist es im Moment so eine Last-Minute-Entscheidung, wenn man darauf warten muss, wo man im letzten Moment reinrutscht."

dpa/mst