Rittner blickt skeptisch in die Zukunft

Gibt es eine Durststrecke nach Kerber?

Angelique Kerber und Barbara Rittner

Skeptischer Blick gen deutscher Tennis-Zukunft? Angelique Kerber und Barbara Rittner. imago images

"Wir werden mit Sicherheit Durststrecken überstehen müssen", sagt die 46-jährige Barbara Rittner, die als "Head of Womens Tennis" im deutschen Verband tätig ist, für die Zeit nach Top-Spielerinnen wie Wimbledon-Siegerin Angelique Kerber oder Andrea Petkovic (beide 31) voraus.

Es sei "ein offenes Geheimnis", dass die Generation hinter den Etablierten die Lücke nicht so einfach schließen könne, so Rittner am Dienstag am Rande des WTA-Turniers in Nürnberg. "Wir haben starke Jahrgänge von 2002 bis 2004. Ich sage den Kerbers und Petkovics immer, haltet noch ein paar Jahre durch", berichtet Rittner, die von 2005 bis 2017 Kapitänin des deutschen Fedcup-Teams war.

Es gebe aber durchaus viele gute Ansätze und Bestrebungen, um neue Weltklasse-Spielerinnen zu entwickeln. "Was in den letzten 15 bis 20 Jahren im deutschen Damentennis geschehen ist, ist vorzeigbar", sagt Rittner. Wichtig sei dabei auch, dass Heimturniere wie in Nürnberg erhalten blieben. Der Hauptsponsor "Nürnberger Versicherungen" beendet sein Engagement nach der gerade laufenden siebten Auflage des mit 250.000 US-Dollar dotierten Events. Rittner hofft, dass sich neue Geldgeber finden, damit das Turnier auch 2020 in Mittelfranken steigen kann.

dpa