Neue Verein des Bremer Kapitäns noch unbekannt

Kohfeldt: "Kruse wandert nicht nach Neuseeland aus"

Ihre Zusammenarbeit gehört nun der Geschichte an: Florian Kohfeldt und Max Kruse (r.).

Ihre Zusammenarbeit gehört nun der Geschichte an: Florian Kohfeldt und Max Kruse (r.). imago images

Offiziell verabschiedet wurde Max Kruse bereits am Samstag vor dem Heimspiel gegen RB Leipzig, seine letzte Dienstreise als Angestellter des SV Werder Bremen führte ihn allerdings nach Oldenburg. Beim 7:1-Sieg im Marschwegstadion gegen den VfL mischte der verletzte Werder-Kapitän sich noch einmal unter die Leute und nahm zwischen Fin Bartels und Theodor Gebre Selassie mitten auf der Haupttribüne Platz. In der Halbzeit erfüllte er ein letztes Mal im Werder-Dress die Autogramm- und Selfie-Wünsche der vor allem jüngeren Fans, die ihn und seine sportlichen Klasse in der nächsten Saison vermissen dürften.

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Vermissen wird ihn derweil auch Florian Kohfeldt. "Es ist kein Geheimnis", erklärt Werders Cheftrainer, "dass dies auch mir ein bisschen wehtut, weil ich viel mit Max erlebt habe." Schließlich war Kruse der erste Kapitän, den Kohfeldt als Trainer der Bremer Profis bestimmte. Der 31-Jährige war als solcher aber nicht nur der verlängerte Arm des Trainers, sondern vor allem der Ausnahmespieler der Bremer. Dennoch kann Kohfeldt Kruses Abgang auch etwas Positives abgewinnen. "Wäre er letztes Jahr gegangen, wäre es viel schlimmer gewesen", ist sich Kohfeldt sicher. Nach dieser Saison sehe er darin aber vor allem die Möglichkeit, sich in der Offensive noch etwas variabler aufzustellen und dem eigenen Spiel weitere Facetten hinzuzufügen.

"Wenn Max in der Bundesliga bleibt..."

Der zwischenmenschliche Draht zwischen Trainer und Kapitän soll derweil aber auch nach Kruses Abschied bestehen bleiben. "Wir haben uns gesagt, dass wir in Kontakt bleiben, und werden uns mit Sicherheit wiedersehen", verrät Kohfeldt, um dabei gar einen kleinen Wink in Kruses Zukunft zu geben. "Max spielt nicht mehr bei Werder Bremen, aber er wandert ja nicht nach Neuseeland aus."

Neuseeland dürfte dabei wahrlich nicht Kruses präferierte Domizil sein. Noch ist allerdings offen, ob es ihn ins Ausland zieht oder ob er in Deutschland bleibt. "Ich wünsche ihm, dass er einen Verein findet, in dem er sich entfalten kann und noch einmal Topleistungen bringt", sagt Kohfeldt. Allerdings mit einer kleinen, scherzenden Einschränkung: "Wenn er in der Bundesliga bleibt, muss er ja nicht unbedingt gegen uns gut spielen oder treffen."

Karsten Lübben

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