Funkel über Zu- und Abgänge bei Fortuna Düsseldorf

"Aber meine Ratschläge werden ja nicht immer angenommen"

Friedhelm Funkel

Hat klare Vorstellungen vom Fortuna-Kader 2019/20: Friedhelm Funkel. picture alliance

Auf den Weggang von Dodi Lukebakio, gleichauf mit Benito Raman mit zehn Treffern erfolgreichster Torschütze der Fortuna, haben sie sich ja schon lange eingestellt. Am Sonntag folgte dann noch die Hammer-Nachricht, dass Spielmacher Kevin Stöger gegen Hannover in den Schlussminuten einen Kreuzbandriss erlitt und im Jahr 2019 wahrscheinlich nicht mehr zum Einsatz kommen wird.

Zwei Stützen also sind weg, auf wen muss Funkel noch verzichten? Der Ausblick des Trainers: "Wir gehen jetzt das zweite Jahr in der Bundesliga an, da ist es ja klar, dass sich die Gehaltsstrukturen ändern müssen, dazu ist der Verein ja auch bereit. Aber damit sind wir längst noch nicht auf dem Niveau wie andere Vereine, da kommst du ja erst in drei, vier Jahren hin."

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Das, so Funkel, sei keine Forderung, sondern "realistisches Denken. Wir müssen eine starke Mannschaft für die neue Saison zusammenstellen, und die ist natürlich dann ein bisschen teurer als die, die in diesem Jahr gespielt hat. Aber wir kriegen ja auch mehr Geld, zum einen durch den Transfer von Ihlas Bebou, zum anderen durch die TV-Gelder."

"Wenn nur das Finanzielle im Vordergrund steht - das darf in dem Alter nicht sein"

Beim Weiterverkauf des Ex-Fortunen Bebou von Hannover nach Hoffenheim streichen die Düsseldorfer eine Million Euro ein; steigt neben Paderborn auch Union Berlin auf, würde Fortuna rund sechs Millionen mehr aus den TV-Rechten kassieren.

Dennoch drohen weitere Abgänge, zum Beispiel der von Abwehrchef Kaan Ayhan oder Offensivmann Benito Raman. "Für den einen oder anderen Spieler wäre es sehr, sehr gut, noch ein Jahr hier zu bleiben und dann mit einem ganz anderen Standing und mehr Bundesliga-Erfahrung zu wechseln", vermutet Funkel.

Auch Lukebakio würde er "raten, in Düsseldorf zu bleiben, aber meine Ratschläge werden ja nicht immer angenommen. Es ist natürlich nicht einfach, wenn ich die Entscheidung als Spieler vielleicht nicht selber fällen kann, wenn ich ein bisschen gesteuert werde. Oder wenn nur das Finanzielle im Vordergrund steht, und das darf im Alter von 19 bis 22 eigentlich nicht sein."

"Je mehr Spieler von der aktuellen Mannschaft bleiben, umso besser ist es"

Bei der Suche nach neuen Spielern jedenfalls weiß Funkel einen gewichtigen Vorteil auf seiner Seite. "So, wie neue Spieler bei uns von der Mannschaft aufgefangen werden, das ist fantastisch. Ich mag das Wort Wohlfühloase nicht, aber für jeden Spieler ist es toll, in dieser Mannschaft fantastisch Fußball zu spielen."

In diesem Zusammenhang hofft Funkel auch auf den Verbleib der bisher ausgeliehenen Markus Suttner, Marcin Kaminski und Dawid Kownacki. "Natürlich würden wir die gerne behalten. Je mehr Spieler von der aktuellen Mannschaft bleiben, umso besser ist es." Die Crux dabei: "Wir haben eben nicht bei allen das Heft des Handelns in der Hand." Auch das erschwert die Planung für die neue Bundesliga-Saison.

Oliver Bitter

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