Starke und Wolfram vor dem Absprung

Jena und "das größte Wunder in der 3. Liga"

Lukas Kwasniok

Von den Fans auf Händen getragen: Lukas Kwasniok. imago images

Dem FC Carl Zeiss Jena ist mit dem Klassenerhalt nach sechs Siegen aus den letzten sieben Saisonspielen "das größte Wunder in der 3. Liga" gelungen, wie es Trainer Lukas Kwasniok im Überschwang der Gefühle nannte.

Einem Kniff seinerseits sei dank: Der Coach hatte vor dem Heimspiel gegen Cottbus am 32. Spieltag den Punkt Null ausgerufen. In der virtuellen Kwasniok-Tabelle wäre Jena mit 18 Punkten Erster - zwei Punkte mehr als Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC.

Nach dem entscheidenden 4:0-Sieg gegen 1860 München brachen alle Dämme. Kwasniok wurde von den Fans auf Händen getragen. Das Ernst-Abbe-Sportfeld war mit 10.600 Zuschauern ausverkauft.

Nach der Nichtabstieg-Sause beginnt der FCC nun aber nahtlos mit den Planungen für die neue Saison. Gute Nachrichten gab es im Zuge dessen von Gesellschafter Roland Duchatelet, der die Lücke schließt, um finanziell die Lizenz zu sichern.

Kaderplanungen laufen

Personell gibt es einige Fragezeichen. Jena würde die ausgeliehenen Phillip Tietz (SC Paderborn), Dominic Volkmer (Jahn Regensburg) und Julian Günther-Schmidt (FC Augsburg) gerne halten und hat angekündigt, entsprechende Gespräche zu führen.

Sicher scheinen die Abgänge der Leistungsträger Manfred Starke und Maximilian Wolfram. Der Namibier Starke steht in Verbindung mit den Würzburger Kickers und dem 1. FC Kaiserslautern. Wolfram, der in den letzten sieben Spielen fünf Tore schoss, soll in Rostock, aber auch beim FC Ingolstadt auf der Wunschliste stehen.

Gut stehen dagegen die Chancen auf den Verbleib von Florian Brügmann, Justin Gerlach und auch des aktuell noch verletzten Matthias Kühne. Diese Baustellen zu schließen, sei nun die vorrangige Aufgabe, betont Kwasniok, deshalb verzichte der 37-Jährige auf Urlaub. Bis 17. Juni soll der neue Kader stehen, dann nämlich ist Trainingsauftakt.

Michael Ulbrich/cfl