Hertha verabschiedet Lustenberger und Coach

Dardai: "War für mich wirklich nichts Besonderes"

Fabian Lustenberger, Pal Dardai (re.)

Verabschiedeten sich schon vor der Partie von den Fans: Fabian Lustenberger und Pal Dardai (re.). Getty Images

"Das Spiel war ein bisschen wie ein Spielbild der Saison. Ohne Verletzungen haben wir eigentlich sehr organisiert und sehr gut gespielt, aber ein unnötiges Tor kassiert. Bis zur Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel. Dann mussten wir zweimal wechseln und dann war das ganze taktisch und offensiv nicht mehr so, wie man sich das wünscht. Unter dem Strich war Leverkusen mit seinen guten Spielern dann ein verdienter Gewinner", resümierte Pal Dardai seine letzte Partie als Cheftrainer der Hertha.

Große Emotionen habe der Ungar dabei nicht verspürt, versicherte der 43-Jährige sowohl vor als auch nach der Partie. "Es war für mich wirklich nichts Besonderes. Ich war in diesem Stadion schon so oft, als Spieler, als Trainer, als Jugendkoordinator, als U13-, U15-, U17-Trainer. Es ist normal für mich, hier ein und aus zu gehen. Das ist normal für mich und das Leben geht hier weiter. Ich spüre wirklich nichts, vielleicht in ein paar Monaten. Ich gehe jetzt nach unten, es sind Gäste aus Ungarn da, ich möchte einen schönen Abend haben. Morgen ist noch einmal mittags Versammlung und dann gehen wir nach Hause. Im Fußball zählt immer der nächste Tag und nicht, was war. Ich bin weiter hier, ich bin ein Herthaner, ich lebe in dieser Stadt - und dann werden wir sehen", so Dardai, der sich erst während einer mehrmonatigen Auszeit über seine weitere Zukunft Gedanken machen will.

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Ein Abschied nach zwölf Jahren als Spieler stellte das Spiel auch für Fabian Lustenberger dar. Die deutliche Niederlage wusste der Schweizer - auch im Hinblick auf die unrühmliche jüngere Vergangenheit am 34. Spieltag - daher einzuordnen: "Egal ist es mir nicht, aber ich sehe es jetzt etwas nüchterner, da so viel auf mich eingeprasselt ist. Wir hätten es nicht 5:1 verlieren sollen oder dürfen. Ich finde, wir haben besser gespielt als an den letzten letzten Spieltagen. Aber Leverkusen hat so ein große Qualität. Sie haben es eiskalt gemacht, wir waren dann etwas zu naiv. Aber, wie gesagt, ich sehe jetzt nicht so sehr das Resultat und freue mich erst einmal auf die nächsten Wochen und sehe, was da auf mich zukommt und werde erst einmal etwas abschalten", sagte der langjährige ehemalige Kapitän.

jom/str