EHF-Cup, Halbfinale

Deutsches Finale im Final Four: Kiel trifft auf Berlin

Vorfreude auf das deutsche EHF-Cup-Finale: Rune Dahmke und Silvio Heinevetter.

Am Samstag (20.45 Uhr) trifft der THW Kiel mit Rune Dahmke auf die Füchse Berlin und Silvio Heinvetter. imago images, picture-alliance

Die Handballer des THW Kiel stehen im Endspiel um den EHF-Pokal. Der deutsche Rekordmeister gewann am Freitag sein Halbfinale gegen den dänischen Verein Team Tvis Holstebro mit 32:26 (16:14). Der Finalgegner wird am Abend (20.45 Uhr) zwischen den Füchsen Berlin und dem 20-maligen portugiesischen Meister FC Porto ermittelt. Bester Werfer der Gastgeber war Niclas Ekberg mit sechs Treffern, für Holstebro traf Magnus Bramming siebenmal.

Die Dänen, die sich als einziges zweitplatziertes Team der Vorrunde für das Finalturnier qualifiziert hatten, erwischten den besseren Start, führten in der vierten Minute mit 3:1. So dauerte es, bis der THW, bei dem Rune Dahmke, Nikola Bilyk und Harald Reinkind in der Startaufstellung standen, in die Partie fanden. Auch die 14:10-Führung durch Dahmke (27.) brachte zunächst keine Sicherheit in das Spiel der Gastgeber. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wechselte THW-Trainer Alfred Gislason dann seinen Spielmacher und Kapitän Domagoj Duvnjak ein. Mit seinem Treffer zum 20:16 (38.) in das leere dänische Tor brachte der Kroate sein Team endgültig auf die Siegerstraße.

EHF-Pokal (Handball) - Halbfinale
Halbfinale

Wir sind hier angetreten, um den Pokal zu holen. Da ist es egal, wer im Finale der Gegner ist. Jetzt wollen wir den Pott.

Hendrik Pekeler

Füchse gegen deutlich schwereren Brocken

Der Berliner Bundesligist, für den Nationalspieler Paul Drux mit sechs Treffern erfolgreichster Werfer war, profitierte von den vielen Fehlern der Portugiesen. So vergab Porto gleich die ersten drei Siebenmeter: Zweimal war Füchse-Keeper Silvio Heinevetter zur Stelle, einmal rettete der Pfosten. Porto spielte fast die gesamte Partie im Angriff mit einem zusätzlichen Feldspieler für den Torwart. Dichter als auf zwei Treffer Differenz ließen die Berliner ihren Gegner in der zweiten Halbzeit aber dennoch nicht herankommen.

EHF-Cup gehört den Deutschen

Für Kiel, das den EHF-Cup 1998, 2002 und 2004 gewonnen hatte, geht es vor heimischem Publikum in der Sparkassen-Arena am Samstag (20.45 Uhr/DAZN) um die erste internationale Trophäe seit dem Champions-League-Triumph von 2012. Die Füchse streben ihren dritten EHF-Erfolg nach 2015 und 2018 an. Der hinter der Königsklasse zweitwichtigste Europacup-Wettbewerb im Handball ist seit jeher fest in den deutscher Hand: In den vergangenen 15 Jahren gewann 14-mal ein Team aus der Bundesliga.

Statistik

TTH Holstebro - THW Kiel 32:26 (16:14)

Tore Holstebro: Bramming 7, Smits 5, Balling Christensen 3, Mortensen 3, Porup 3, Svavarsson 3, Nielsen 1, Östlund 1
Tore Kiel: Ekberg 6, Nilsson 4, Pekeler 4, Weinhold 4, Bilyk 3, Dahmke 3, Duvnjak 2, Zarabec 2, M. Landin 1, Rahmel 1, Reinkind 1, Wiencek 1
Zuschauer: 10.011
Schiedsrichterinnen: Charlotte Bonaventura (Frankreich)/Julie Bonaventura (Frankreich)
Strafminuten: 10 / 2
Disqualifikation: Lindholdt (57./3. Zeitstrafe) / -

Füchse Berlin - FC Porto 24:20 (12:8)

Tore Berlin: Drux 6, Lindberg 5, Wiede 4, Elisson 3, Zachrisson 3, Koch 2, Marsenic 1
Tore Porto: Alves 6, Iturriza Alvarez 5, Rodrigues Areia 2, Sousa Martins Silva 2, Amador Salina 1, Branquinho 1, Magalhaes 1, Mbengue 1, Soares Martins 1
Zuschauer: 10.011
Schiedsrichterinnen: Lars Jorum (Norwegen) / Havard Kleven (Norwegen)
Strafminuten: 4 / 8
Disqualifikation: - / -

mwo/dpa