31-Jähriger wird seinen Vertrag nicht verlängern

Kapitän Kruse verlässt Werder Bremen am Saisonende

Max Kruse

Verabschiedet sich von Werder Bremen: Max Kruse. Getty Images

"Wir haben immer betont, dass wir die Zusammenarbeit mit Max gerne fortgeführt hätten. Er hat sich jedoch dazu entschieden, nach drei Jahren eine neue Herausforderung suchen zu wollen. Diesen Wunsch respektieren wir", erklärte Geschäftsführer Frank Baumann: "Für uns war es wichtig, Planungssicherheit für die neue Saison zu haben. Dies ist nun gegeben und wir sind uns sicher, auch in der kommenden Saison einen starken Kader zusammenzuhaben."

Für mich ist es an der Zeit, meinen Weg weiterzugehen. Ich kann euch noch nicht sagen, wohin er mich führt.

Max Kruse

Er habe dem Verein am Freitagmorgen mitgeteilt, dass er seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde, erklärte Kruse in einem Video auf seiner Facebook-Seite, in dem er darum bat, die Entscheidung, die ihm nicht leichtgefallen sei, zu "akzeptieren und respektieren": "Ich habe es immer geliebt, ins Stadion einzulaufen, gerade auch als Kapitän die Mannschaft aufs Feld zu führen. Das werde ich definitiv vermissen", meinte Kruse, betonte aber: "Für mich ist es an der Zeit, meinen Weg weiterzugehen. Ich kann euch noch nicht sagen, wohin er mich führt."

Er hat die letzten drei Jahre diesen Verein geprägt, der Mannschaft ein Gesicht gegeben und einen entscheidenden Anteil zu der Entwicklung des Vereins beigetragen.

Werder-Geschäftsführer Frank Baumann

Kruse war im Sommer 2016 vom VfL Wolfsburg an die Weser zurückgekehrt. Sieben Jahre zuvor hatte er den Verein Richtung FC St. Pauli verlassen. Es folgten weitere Stationen beim SC Freiburg und Borussia Mönchengladbach, ehe es von Wolfsburg zurück nach Bremen ging. "Max ist damals in einer Situation zu Werder gekommen, in der es nicht selbstverständlich war, dass ein Spieler seiner Qualität diesen Weg gehen möchte", bedankte sich Baumann: "Er hat die letzten drei Jahre diesen Verein geprägt, der Mannschaft ein Gesicht gegeben und einen entscheidenden Anteil zu der Entwicklung des Vereins beigetragen."

Kohfeldt: Mehr als ein normales Trainer-Spieler-Verhältnis

Warme Worte gab es auch von Trainer Florian Kohfeldt, der Kruse als "herausragenden Spieler" bezeichnete, "der in den vergangenen drei Jahren eindrucksvoll und vorbildlich unter Beweis gestellt hat, wie wertvoll er für eine Mannschaft sein kann. Auch mein Verhältnis zu ihm war von hohem Vertrauen geprägt, das vielleicht über ein normales Trainer-Spieler-Verhältnis hinausgeht."

Kruse bestritt in den vergangenen drei Jahren 84 Bundesliga-Spiele für Werder, erzielte 32 Tore und bereitete 27 weitere Treffer vor. Wenn die Bremer am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) versuchen, sich mit einem Sieg gegen RB Leipzig noch für die Europa League zu qualifizieren, kann Kruse allerdings nicht mithelfen, wie er in seinem Video verriet. Anhaltende Oberschenkelprobleme verhindern einen Einsatz. Somit war der Auftritt beim 2:2 gegen Dortmund am 32. Spieltag Kruses letzter Auftritt im Werder-Trikot.

ski

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