SV Werder verlängert den Vertrag mit dem Publikumsliebling

Diese Geschichte endet noch nicht: Pizarro bleibt Bremer!

Claudio Pizarro

Hat noch immer Spaß am Fußball: Publikumsliebling Claudio Pizarro. imago images

Strahlemann Pizarro geht also auch in der kommenden Spielzeit 2019/20 an den Start und damit zugleich in seine zehnte Bundesliga-Saison beim SV Werder Bremen, in seine 20. Spielzeit im deutschen Oberhaus überhaupt - schließlich war der Peruaner auch viele Jahre beim FC Bayern München (224 Ligaspiele, 87 Tore, 37 Assists) aktiv.

"Der ewige Pizarro!" Das teilte der norddeutsche Klub am Samstag per Videobotschaft als Stimmungsmacher kurz vor dem Anpfiff im Weser-Stadion den lautstark feiernden Fans mit. Eine seiner Aussagen dazu: "Ich habe immer betont, dass ich die Entscheidung, ob ich weitermache oder aufhören werde, davon abhängig mache, was mein Körper mir sagt. Ich fühle mich gut, daher freue ich mich, dass ich noch eine weitere Saison bei Werder spielen darf. Wir haben in dieser Saison eine fantastische Entwicklung genommen, die noch nicht zu Ende ist. Davon möchte ich weiterhin ein Teil sein."

Spielersteckbrief Pizarro

Pizarro Claudio

Spielersteckbrief Kruse

Kruse Max

Trainersteckbrief Kohfeldt

Kohfeldt Florian

Werder Bremen - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.02.1899

Vereinsfarben

Grün-Weiß

"Wir haben uns mit Claudio grundsätzlich über eine weitere Zusammenarbeit geeinigt und werden in den kommenden Tagen einen entsprechenden Vertrag unterschreiben", wird Geschäftsführer Frank Baumann zitiert, der davon überzeugt ist, dass "Claudio die spezielle Rolle, die er diese Saison eingenommen hat, auch in der kommenden Spielzeit ausführen kann. Die Erfahrung und Ausstrahlung, die Claudio auf und neben dem Platz ein- und mitbringt, kann weiterhin ein wichtiger Faktor in der Saison sein."

"Pizza" - noch immer wichtig!

Wie wichtig der hocherfahrene Pizarro noch immer für ein Team und besonders für seine Werderaner sein kann, hat er einmal mehr in dieser Saison unter Beweis gestellt: In 25 Ligaspielen erreichte "Pizza" in dieser Saison vier Tore und zwei Assists, wurde zudem immer wieder von Trainer Florian Kohfeldt gelobt - und avancierte auch im DFB-Pokal zu einem wichtigen Faktor. Allein sein Tor im verrückten Achtelfinale bei Borussia Dortmund (4:2 i.E.) dürfte vielen noch in bester Erinnerung sein.

Mit der Gewissheit, an seine bisherigen 471 Bundesliga-Partien und 196 Erstliga-Tore noch weitere anhängen zu können, geht zugleich auch die Rekordjagd des beliebten Stürmers weiter. Schließlich ist der im Sommer 1999 vom peruanischen Klub Alianza Lima gekommene Spieler mit 108 Treffern längst Werders Rekordtorjäger in der Bundesliga, dazu seit dieser Saison der älteste Profi, der jemals in der deutschen Eliteklasse getroffen hat. Und kommt der 40-Jährige im Heimspiel gegen RB Leipzig zum Einsatz, wo der SVW zudem noch die Europa League erreichen kann, dann wird Pizarro zugleich auch noch der älteste jemals aufgelaufene Profi der Bremer Vereinsgeschichte (Mirko Votava, 40 Jahre, 225 Tage). In der Rangliste der erfolgreichsten Legionäre rangiert "Pizza" mit 196 Toren zudem auf Rang zwei hinter Robert Lewandowski (202).

Titel, Titel, Titel

Obendrein pflastern auch große Errungenschaften den Weg von Pizarro. Der Peruaner gewann mit Werder den DFB-Pokal im Jahr 2009 und krönte sich mit dem FC Bayern, wo Pizarro ebenfalls seit vielen Jahren bei Fans wie Verantwortlichen einen Stein im Brett hat, zum Meister in den Jahren 2003, 2005, 2006, 2013, 2014 und 2015. Darüber hinaus triumphierte der Stürmer mit den Münchnern fünfmal im DFB-Pokal (2003, 2005, 2006, 2013, 2014) und krönte sich außerdem in London im Zuge des deutsch-deutschen Finals gegen Borussia Dortmund zum Champions-League-Sieger (2013).

Kruse verlässt Werder

Claudio Pizarro (links) und Max Kruse

Die gemeinsamen Wege trennen sich: Claudio Pizarro (links) und Max Kruse. imago images

Die erfreuliche Pizarro-Nachricht dürfte die Fans indes auch etwas versöhnlich stimmen in Hinsicht auf den Abschied von Max Kruse. Der Kapitän der Bremer Mannschaft verlässt den Verein nach drei Jahren (84 Ligaspiele, 32 Tore, 27 Vorlagen) in diesem Sommer, hat seinen auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängert und sucht "eine neue Herausforderung". Diese Nachricht ereilte die Anhängerschaft bereits am Freitag.

mag

40 Jahre und 227 Tage: Kein Torschütze ist so alt wie Pizarro